Montag, 16. Januar 2017

Einladung zum Kindergeburtstag - do-it-yourself

In den letzten Tagen war bei uns Zuhause Bastelstunde um die Einladungen zum 3. Geburtstag unserer Lütten fertig zu stellen. Da ich die Karten so niedlich finde, zeige ich sie euch mal hier. Zuerst habe ich mich im Internet berieseln lassen und viele Ideen gesammelt. Die Wahl stand zwischen Einladungskarten kaufen und selbst basteln. Anhand von Bildern aus dem Netz hat dann doch unser Nachwuchs selbst entschieden, in dem sie sofort auf die Muffinskarten gezeigt hat. Yeah.. Mein persönlicher Favorit! Dann mal auf ans Aufzeichnen, Schneiden und Kleben.


Zum Basteln hatte ich mir überlegt, den Muffin einfarbig zu halten und dafür das "Papierförmchen" aus buntem Papier zu gestalten. Da kam mir ein Besuch bei Ikea gerade recht, denn dort fand ich zufällig das Bastelpapier MALA für Kinder für 4,99 Euro. Genau das pastellfarbene Papier, welches ich gesucht habe. Und die Förmchen sind aus einem Bastelpapierblock, die ich im 3er Pack günstig bei ebay ersteigert habe. Vermutlich sind die Blätter für scrapbooking oder ähnliches gedacht. Ich fand´s aufgrund der Größe von 15x15 Zentimetern ideal. Der Clou bei den Einladungskarten ist das versteckte Schriftbild, welches man erst sieht, wenn man den Muffin aus dem Papierförmchen herauszieht. 

Nachdem nun genügend Bastelmaterial vorhanden war, brauchte ich erstmal eine Grundform vom Muffin. Wie ihr sehen könnt, wurden verschiedene Formen aufgezeichnet und ausgeschnitten. Nach dem dritten Anlauf war ich zufrieden und hatte meinen entsprechenden Rohling. Die Lütte durfte mit entscheiden und hat ganz nebenbei ein paar schöne Bilder gemalt. Ach ja, und natürlich durfte ich mir Sprüche anhören wie z.B. "Mama, mach das bitte ordentlich!" - aus dem Mund einer fast 3-Jährigen! Ach ja, Kindermund tut Wahrheit kund!  ;-)



Die Bastelvorlage habe ich dann auf das einfarbige Papier vorgezeichnet - da ich die Beschriftung der Einladungskarten mit dem Drucker vorgenommen habe, durfte ich den Muffin noch nicht ausschneiden, damit der Drucker das Papier auch schön gerade im vorliegenden DIN A4-Format einzieht. Wer sich ein wenig mit "Word" oder Schreibprogrammen auskennt, kann den gewünschten Text einfach zentriert am unteren Rand des Layouts platzieren und den Muffin bedrucken - ansonsten einfach selbst beschriften. Das wirkt noch persönlicher! Meine "Sauklaue" hätte nur niemand entziffern können. ;-) 


Anschließend müssen noch die Muffinförmchen gebastelt werden - hier kommt das 15 x 15 cm große Scrapbooking-Papier gerade recht. Es muss einfach in der Hälfte geknickt werden und dann die Form des Muffins wieder aufgreifen. Hier könnt ihr natürlich den unteren Teil der Muffin-Vorlage verwenden. Damit auch der Muffin in das Förmchen passt, gebt ihr einfach auf beiden Seiten 2 Millimeter dazu und könnt dann entsprechend das Förmchen - mit 2 Klebelaschen versehen - ausschneiden. Der Einfachheit halber habe ich erst gar nicht mit Klebstoff gearbeitet, sondern doppelseitiges Klebeband benutzt. Das hält wunderbar - und Sauereien bleiben erspart, gerade mit Kleinkindern!


Oben seht ihr die fertigen "Einschieber" im Muffinformat für die Kinder. Diese habe ich jeweils auf unterschiedliche Papier-Farben gedruckt. Auf der Vorderseite stehen Einladungstext, Datum, Uhrzeit & Adresse und auf der Rückseite habe ich um Rückmeldung gebeten sowie unsere Telefonnummern hinterlassen. Schön finde ich es, wenn man auch den oder die Vornamen der Eltern mit aufschreibt, denn sonst heißen die Einträge im Handy-Adressbuch gerne "Mama oder Papa von ...." . 

Und ja, Asche auf mein Haupt, ich kann mir längst nicht alle Namen von Mama oder Papa der Kindergartenfreunde unserer Lütten merken. Sorry! ;-) 



Wenn es schlicht bleiben soll, dann sind die Karten jetzt fertig. Unsere Lütte wollte jedoch unbedingt noch "viel Glitzer" auf den Karten haben und hielt mir das Glitzerpapier unter die Nase. Nun ja, wir haben dann kurzerhand die Zahl "3" ausgeschnitten und auf die Förmchen geklebt. Wem es nicht gelingt die Zahlen einfach so vorzumalen, der kann gern vorher mit besagtem Textverarbeitungsprogramm ein paar schöne Zahlen ausdrucken, ausschneiden und zum Testen anhalten. Uns gefiel die runde "3" am besten und so wurde diese auch aufgemalt, ausgeschnitten und mit Fotoklebern auf dem Papier-Förmchen befestigt. Tadadada.... soweit, so gut. Karten sind fertig - nun noch verpacken.


Durch die endgültige Größe von ca. 15 x 15 cm passen die Einladungen leider nicht in einen normalen Briefumschlag. Daher habe ich einfache Tüten aus Kraftpapier genommen, die man übrigens für ganz viele andere Bastelgeschichten benutzen kann. Meist gibt´s diese in beliebigen Formaten im Internet oder auch bei ebay - ich habe für 50 sogenannte "Bodenbeutel" um die 5 Euro inklusive Versand bezahlt. Pimpen geht mit allem, was das Herz begehrt. Man kann sie bekleben, stanzen, darauf stempeln, bemalen, mit Maskingtape oder auch mit Bändern und Bordüren verzieren.

Für unsere Einladungskarten habe ich einfach den oberen Rand der Tüte zweifach nach innen umgeknickt. Nun noch einen hübschen Stempel drauf und einen Aufkleber mit dem Namen des Kindes, der gleichzeitig den Umschlag verschließt - schon sind die Einladungen und ihre Umschläge perfekt für die eingeladenen Gäste vorbereitet.



Ich wünsche Euch viel Freude beim Basteln!

Dienstag, 3. Januar 2017

Kalender 2017 - für Euch zum Ausdrucken!

Nachdem wir nun die Weihnachtsfeiertage und auch den Jahreswechsel zufrieden und glücklich hinter uns gelassen haben, starte auch ich voller Tatendrang in das neue Jahr 2017! Und auch wenn schon drei Tage vergangen sind, so habe ich - leider und mal wieder - keinen Kalender für unseren Flur. Wie in jedem Jahr habe ich fleißig für meine Liebsten gebastelt (Eltern & Schwiegereltern, Großeltern und Geschwister) und uns selbst ausgelassen. Also habe ich mich mal fix an den PC gesetzt und einen relativ schlichten Kalender gezaubert (Excel sei Dank!) 



Die Kalenderblätter sind zum Druck im A4 Format konzipiert und für einen Fotokalender gedacht - Bilder im Format 9x13 cm bis zu 13x18 cm haben hier Platz. Nach dem Ausdruck müsst ihr oben nur noch Lochen - Achtung, Falle! Bitte den Locher auf A5 einstellen - ich hab ihn aus der Schublade geholt und mit der Standardeinstellung A4 gelocht. Hach ja... natürlich vollkommen verrutscht, also durfte ich nochmal drucken. ;-) Zur Befestigung der Papiere habe ich meine vor zwei Jahren gebastelte Unterlage verwendet - wie das geht, könnt ihr im Blogpost vom 28.12.2014 oder direkt per Link hier nachlesen.
Alternativ kann der Kalender natürlich auch mit einer schönen Kordel gebunden und aufgehangen werden oder ihr befestigt die Blätter mit einem hübschen Klemmbrett.




Hier könnt ihr den Kalender 2017 - PDF downloaden! 





Und so sieht der Kalender aus - viel Spaß beim Downloaden und Basteln!




Donnerstag, 8. Dezember 2016

Winterdeko - große Gemütlichkeit für kleines Geld

Ach ja, es ist mal wieder soweit - gehen im Dunkeln und Kommen im Dunkeln! Selbstverständlich habe auch ich die Winterdeko aus dem Keller geholt und hübsch aufgebaut - naja, nur allein für den Heiligabend zu schmücken finde ich doof - ich würde meine Deko eher als jahreszeitlich-winterlich beschreiben. ;-) Da haben wir alle ein wenig länger davon!

Bei mir wird viel in weiß, grau oder silber und mit Naturmaterialien - gerne aber mit viel warmweißen Lichterketten dekoriert! Und so komme ich nun zu dem heutigen DO-IT-YOURSELF:



Ihr benötigt lediglich eine Lichterkette mit ca. 50 LEDs (ob Batterie- oder Strombetrieb hängt von der gewünschten Unabhängigkeit zur Steckdose ab), 2 gehobelte Kanthölzer mit einer Länge von 2,50 Meter und einem Querschnitt von 34 mm x 34 mm und natürlich Werkzeug. Mit Bleistift und Zollstock, Säge, Akkuschrauber oder Schraubendreher und 8 Schrauben seid ihr gut ausgerüstet.

Am besten schon vorher alles Zurechtlegen

Eine Latte kostete im Baumarkt meiner Wahl 1,88 Euro und die Lichterketten kann man momentan wohl überall kaufen. Ich habe mich bewusst für eine Batterie-Lichterkette mit Timer entschieden, da ich noch nicht sicher war, wo genau ich die Holz-Tanne aufstelle.

Nun geht´s erstmal ans Anzeichnen, nach meiner Vorstellung sollten die Leisten in einem spitzen Winkel aneinander geschraubt werden, dafür musste also gesägt werden. Für die wenigen Kanten reicht eine einfache Holzsäge, die Stichsäge habe ich dafür gar nicht erst aus dem Schrank geholt.

Zum Auslegen der 2,50 m langen Leisten wird
erstmal ein bisschen Platz benötigt.

Beim Anzeichnen mit Bleistift arbeiten -
dieser kann anschließend radiert werden.


Wenn ihr am oberen Ende der Latten eure gewünschte Tannenform (z.B. eher spitz und lang oder doch lieber breit und gestaucht) aufzeichnet, dann ergeben die Sägekanten anschließend genau diesen Winkel auch in Natura. Oh man... ich erinnere mich schemenhaft an Mathematik: Stufen- und Wechselwinkel an geschnittenen Parallelen und so?! Puh, völlig egal, es funktioniert!
Wenn am oberen Ende beide Seiten abgesägt wurden, sollte es in etwa so aussehen:

Alle gesägten Kanten habe ich nochmal mit
einem Schleifschwamm geglättet.

Hier nochmal der obere Teil der Tanne nach dem Sägen.

Anschließend werden die beiden Leisten oben mit einer kleinen Schraube zum Stabilisieren befestigt. Ich habe mich spontan für eine Außenlänge der Tanne von ca. 130 Zentimeter entschieden - beachten müsst ihr, dass beide langen Leisten gleich lang sind, sonst wird´s eine schiefe Tanne. Dann unten wiederum absägen und das Gegenstück zunächst passend an den Enden absägen und anschrauben. Nun liegt vor euch ein geschlossenes Dreieck.

Für den "Stamm" der Tanne nehmt ihr wiederum abgesägte Stücke der Holzlatte und befestigt sie mit einer Schraube am unteren Teil des Dreiecks. Nun muss noch der passende Tannenfuss gesägt und angeschraubt werden und ihr seid fertig! Jetzt kommt die Lichterkette zum Einsatz. Entweder wickelt ihr sie straff drumherum oder nehmt eine längere Kette und legt sie locker um die Holztanne - erlaubt ist, was gefällt. Wer möchte kann natürlich auch eine andere Lichterkettenfarbe nehmen oder auch das unbehandelte Holz noch farblich anmalen.


Ich weiß noch gar nicht, ob mir die die Holztanne besser stehend im Wohnzimmer oder hängend im Flur gefällt... ich werde mich entscheiden!




Euch eine schöne Winterzeit und viel Freude beim Werkeln & Basteln!


Mittwoch, 5. Oktober 2016

Fix und einfach... Sprühdosen-Deko!


Irgendwie hat doch jeder immer mal wieder ein bisschen Deko übrig, die einfach nicht zum Einsatz kommt. Weil es farblich nicht passt, weil der Stil nicht (mehr) gefällt oder weil es einfach zu viel des Guten wäre. Herrlich, was man mit ein wenig Farbe dann doch wieder richten kann - heute zeige ich ein kleines Sprühdosen-Styling.

Alles, was ihr dazu braucht, sind zwei Blumentöpfe, zwei gebrauchte Plastiktüten, Malerkreppband und eine Sprühdose in der Farbe eurer Wahl.




Die beiden Korb-Übertöpfe sollten ein wenig aufgehübscht werden, damit sie frischer aussehen und wieder mehr zur Einrichtung passen und natürlich auch anschließend mit frischem Grün befüllt werden können. 

Ich habe mich für reinweiß und seidenmatt entschieden.

Sprühfarbe bekommt ihr in sämtlichen Preislagen im Baumarkt eurer Wahl oder vielleicht habt ihr ja von früheren Projekten noch einen alten Rest in der Spraydose - für die Blumentöpfe benötigt man wirklich gaaaanz wenig Farbe. Und gesprüht wird, weil es so einfach und effektiv ist!

Malerkrepp an gewünschter Stelle umwickeln...

...und anschließend den Topf in die aufgeschnittene Tüte stecken.

Da ich ungern Handschuhe trage, mir aber genauso ungern wieder Farbe von den Händen schrubbe, wurden die Körbe erst mit Malerkreppband an der gewünschten Farbgrenze umwickelt und anschließend mit einer alten Plastiktüte überzogen. Das klappt ganz fix indem man die Tüte an einer Ecke mit einem Viertelkreis einschneidet, der in etwa den Durchmesser vom Topf hat. Dabei sollte die Tüte schön eng anliegen am Rand und etwas über das Malerkreppband hinausrutschen - somit habt ihr einen simplen Spritzschutz! Super wäre es, wenn die Tüten noch Henkel haben - das erleichtert das Sprühen - wie ihr auf den nächsten Bildern seht. 

So aufgehängt am Pflaumenbaum....

...lässt es sich wunderbar ringsherum einsprühen!

Tja, dann heißt es nur noch warten, die letzten Sonnenstrahlen im Garten genießen und einen heißen Tee in der Oktobersonne trinken. Wenn die Farbe ordentlich durchgetrocknet ist, kann die Tüte sowie das Kreppband von beiden Töpfen entfernt werden und die Blumentöpfe können wieder genutzt werden.


Die Grünpflanzen heißen übrigens Frauenhaarfarn und Grünlilie.



Viel Freude beim Sprayen und Werkeln!

Mittwoch, 28. September 2016

1, 2, 3 .... 1 Idee, 2 Paletten, 3 Gehwegplatten



Oh, ich habe mich verliebt....  Ich gebe zu, dass ich leider nicht selbst auf mein neuestes Projekt gekommen bin, sondern es tatsächlich bei Pinterest.com entdeckt habe - bin dort seit neuestem angemeldet, da mir viele Mädels von den tollen Ideen auf dieser Plattform erzählt haben. Nun ja, und eines Abends beim Stöbern bin ich auf die relativ simple Verwendung von 2 Euro-Paletten und 3 Gehwegplatten gestoßen, die gedanklich perfekt an die Abgrenzung unserer Terrasse passen würde. Ich dachte mir, das kann ich auch!



Diese triste Ecke war mir schon lange ein Dorn im Auge, aber ich hatte bisher keine Idee zum Umgestalten.

VORHER


NACHHER


Also denn.. Ein Bild vor Augen, habe ich zunächst Google befragt zur Bearbeitung von Holzpaletten. Dort steht geschrieben, dass die Benutzung bzw. auch das "Upcycling" von Euro Paletten voll im Trend liegt u.a. hinsichtlich Möbelbau. Weiterhin war beschrieben, dass man sich die Paletten genau ansehen soll und möglichst gut erhaltene, helle Paletten für Streichvorhaben nutzen soll (es sei denn, man entscheidet sich bewusst für den Used-Look).

Gesagt, getan - über ebay Kleinanzeigen habe ich für ganz kleines Geld zwei helle, neuwertige Paletten von einem Frachtunternehmen in der Nähe gekauft und war bei der weiteren Verarbeitung über den Google Tipp sehr dankbar.
Denn das Schleifen des Holzes hat tatsächlich am längsten gedauert - ich mag mir nicht vorstellen, wie viel Zeit ich zur Vorbereitung des Holzes bei einer dunklen und verbrauchten Palette verloren hätte oder sogar noch defektes oder vermodertes Holz hätte rekonstruieren müssen.


Ach ja, beim turnusmäßigen Baumarkt Besuch habe ich festgestellt, dass auch hier der Trend angekommen ist - dort werden die Paletten für fast 20 Euro (!!!) das Stück verkauft. Tsss... Das kommt mir nicht in die Tüte. ;-)

Ich hatte meine beiden Paletten nun Zuhause und habe die schönen September-Sonnenstrahlen draußen genutzt und die Paletten abgeschliffen. Hierbei war ich über unseren Schwingschleifer sehr dankbar, denn so musste ich das Gerät "nur" festhalten bzw. führen. Die unzugänglichen Stellen habe ich mit der Hand und kleinen Schleif-Schwämmen bearbeitet. Je sauberer gearbeitet wird, desto glatter wird das Ergebnis beim anschließenden Lackieren.


Mit grobem Schleifpapier beginnen und dann feiner werden -
ich habe erst 60er, dann 80er und dann 120er benutzt.

... und für Zwischenräume gab´s Handarbeit mit Schleifschwamm!

Ich arbeite sonst immer gern mit Lasur, habe mich aber hier bewusst für einen Lack entschieden, da ich die Farbe deckend haben wollte. Im Gegensatz zum Pinterest Bild habe ich mich nicht für eine weiße Lackierung entschieden, sondern einen sehr hellen Grauton verwendet, da der Kontrast zum dahinter befindlichen Holzelement in dunkelgrau nicht so stark ausfallen sollte.

Insgesamt hat das Schleifen und Lackieren einer Palette circa 2 1/2 Stunden gebraucht - kleinere Trink-Pausen beim schönen Wetter und viiiiel Geduld inbegriffen. 😁

Während der 24-stündigen Trocknungsphase der Paletten habe ich die beiden Sichtschutzwände mit Bondex Lasur in der Farbe dunkelgrau gestrichen - so passt das neue Palettenmöbel optisch viel besser davor und die Sichtschutzwände erhielten gleichzeitig den dringend erforderlichen Pflegeanstrich.


Hier der Unterschied zwischen lackierter und unbehandelter Palette 

Es muss nicht neu sein - alte Plastikfüße erfüllen den Zweck!

Nach dem Durchtrocknen habe ich die beiden Paletten mit den Rückseiten aneinander gestellt und verschraubt. Und damit das Regenwasser besser darunter durchlaufen kann, wurden noch 4 Plastikfüße von einem alten Möbel untergeschraubt. So erhält man eine kleine Luftschicht und die Paletten bekommen keine nassen Füße.


Die grob gegossenen Betonplatten passen
hervorragend zu dem ebenso groben Paletten-Look.

Lediglich die Gehwegplatten habe ich im Baumarkt gekauft und zunächst auf die Paletten gelegt - mit einem Kleinkind Zuhause sollte man die Platten vor dem versehentlichen Abstürzen sichern. Das habe ich durch Festkleben mit Silikon erreicht. Man sieht es nicht und es erfüllt seinen Zweck. Die kleinen Grabbelhände patschen alles an und prüfen auch gern mal die Standfestigkeit. 😁 Falls man - wie in meinem Fall - eine Holzwand hinter dem Palettenmöbel hat, lohnt sich auch das Setzen von Schrauben an verschiedenen Stellen um die Standfestigkeit zu gewährleisten. 

Bretter im Maß 20 x 120 cm passen haargenau - ohne Sägen!
Durch Zufall bin ich drauf gestoßen, dass im Baumarkt erhältliche Bretter zum Möbelbau mit den Maßen 20 cm x 120 cm PERFEKT zwischen die beiden Paletten passen - ich hab´ mich tierisch gefreut, denn diesen zusätzlichen Stauraum hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Also losgefahren, 2 Bretter gekauft und in der gleichen Farbe wie die Paletten gestrichen - dazwischen geschoben und fertig!

Farbe: RAL 7035 - Lichtgrau

Viiiiiel Staufläche gewonnen für Hand-
schuhe? Gießkanne? Blumentöpfe?
Mal sehen! ;-))


So, und dann kann auch schon nach Herzenslust dekoriert werden.







Kostet Schweiß & Muskelkraft - aber dafür wenig Geld! Euch viel Spaß!

Donnerstag, 14. Juli 2016

Geschenk zur Taufe... was schenkt man nur?

Wochenlang habe ich gegrübelt über das Geschenk zur Taufe eines 1-Jährigen im engsten Freundeskreis, habe sogar die Mutter des kleinen Täuflings angerufen und gefragt (!!!), welche konkreten Wünsche es gibt. Da unsere Lütte nur unwesentlich älter ist, kennen auch wir die Tücken des Schenkens im Familien- und Freundeskreis. Oft niedlich, manchmal leider auch doppelt, unpraktisch... ah...Spielzeug aus Plastik - wollte man nur gern aus Holz haben. Oh - wie hübsch, drei Nummern zu groß gekauft - da wächst er/sie doch noch rein (leider denken das alle!) Gutscheine? Ja, da meld´ ich mich mal an oder schaue, wann ich Zeit zum Einlösen im Geschäft in der Innenstadt habe. DANKE! ;-)


Aus reiner Selbsterkenntnis und Mutter eines Kleinkindes muss ich sagen: Geld für´s Kind stinkt nicht und es passt irgendwie doch immer. Muss man ja nicht mal ausgeben, sondern Anlegen oder für Investitionen in das liebe Menschenkind nutzen. 
Da es mir innerlich widerstrebte, einen einfachen Umschlag mit einer Geldkarte zu überreichen, hab´ ich mich zum Basteln ins Zeug gelegt. Entstanden ist ein cooles Mitbringsel, das sich in sämtlichen "Eurosummen" ausbauen & verwenden lässt und das obendrein durch die Größe des gewählten Bilderrahmens auch noch optisch nach was aussieht. Ich hatte zumindest nicht das Gefühl, dass ich mit "nichts in der Hand" da stand.



Der Clou hierbei sind die in Herzform gefalteten Geldscheine, die symmetrisch oder asymmetrisch in gewünschten Stückelungen in einem Bilderrahmen angebracht werden. Man kann den Hintergrund z.B. durch farbiges Geschenkpapier selbst gestalten, dieses ist noch dazu die günstigste Variante. Ich habe bei meiner Anordnung der Geldscheine einen quadratischen Rahmen genutzt - er hat die Maße 50 x 50 cm, heißt "VIRSERUM" und ist von IKEA - ebenso wie das gewählte hellblaue geometrische Geschenkpapier auch. Das sind die Kosten, die mit einkalkuliert werden sollten bei der Höhe des Geldgeschenks - es sei denn, ihr besitzt noch ein gutes Stück in eurem Fundus. Bei mir war das ausnahmsweise mal nicht der Fall.

Wenn ein paar weitere Utensilien wie Schere, doppelseitiges Klebeband oder Fotoklebepunkte, Lineal, Bleistift, Radierer, Fineliner und eine Münze (ich erkläre gleich noch welchen Nutzen diese hat) zusammen getragen sind, kann es schon los gehen. 

Zunächst müssen die Geldscheine gefaltet werden - hier mal Schritt für Schritt meine Variante:



Ab dem dritten Herz für mein Geldgeschenk habe ich mir eine 2-Euro Münze genommen zum Nachfahren und Falzen der Kanten. Meine Fingernägel haben es mir gedankt; das scharfe Umknicken ist aber wichtig, damit der Schein seine Form behält und nicht von allein "aufspringt". Außerdem hat es sich als praktisch erwiesen, die Scheine alle über Nacht unter einen Stapel Bücher zu legen - so bleiben sie noch besser in Form und können leichter befestigt werden.

So sieht der gefaltete Schein von hinten aus.

Nachdem alle Scheine gefaltet sind, sollte das Passepartout des Bilderrahmens beschriftet werden. Der Beschenkte kann dieses später umdrehen und hat somit volle Verwendung für den - irgendwann beraubten - Bilderrahmen. Zum Anzeichnen und Ausmitteln benutzt ihr Lineal & Bleistift und schon steht eurer Fantasie nichts im Wege. Ich habe vorher auf Schmierzetteln die Abstände, Buchstabengrößen etc. ausprobiert und das beste Ergebnis auf die Pappe übertragen - beim Nachzeichnen mit einem schwarzen Fineliner noch ein gaaaanz wichtiger Hinweis: Bitte die nachgezeichnete Schrift VOR DEM RADIEREN der Hilfslinien mindestens 1 Stunde trocknen lassen! Ich wusste das nicht und somit sind leider ein paar unschöne Schmieren entstanden, die sich auch nicht entfernen oder korrigieren ließen - schaut euch das Foto mal genau an. ;-(




Nun könnt ihr aus den einzelnen Komponenten alles zusammen Hinlegen, Ausrichten, mit doppelseitigem Klebeband ausrichten und den Hintergrund (das Geschenkpapier) mit normalem Klebestreifen leicht am Passepartout befestigen, damit es nicht verrutscht. Anschließend wird das Passepartout wieder in den Rahmen geklemmt - fertig!




Schön wird´s, wenn zum Einwickeln des Geschenks dasselbe Papier genommen wird, welches ihr auch schon für den Hintergrund verwendet habt. Ich habe erst überlegt, ob das Einwickeln bei meiner ganzen Mühe überhaupt sein muss - bin dann aber darüber gestolpert, dass ja auch alle anderen Gäste meine "Geschenksumme" sehen können und habe den Rahmen dann doch noch schön verpackt. Es soll sich schließlich der Beschenkte daran freuen - für den kleinen Kilian war bestimmt das Einwickelpapier am Interessantesten. Natürlich sind zum Einschlagen alle Farben erlaubt - nehmt euch einfach das Papier, was zum Anlass passt und euch gefällt.

Es muss nicht immer hellblau oder rosa sein. ;-)

Alle gezeigten Geschenkpapiere sind von IKEA und
im 3er Pack für 4,99 € erhältlich.


Ich wünsche euch viel Freude beim Basteln!