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Donnerstag, 31. März 2022

Tonie-Regal aus IKEA LUSTIGT

Seit mindestens 4 Jahren gehören die Tonie Figuren zu unserem Haushalt - die Große ist auch nach so langer Zeit noch begeistert und auch ihre kleine Schwester hört die Toniebox täglich, für uns zum Schlafengehen eine allabendliche Routine und tolle Entspannung. Außerdem gibt es keine Urlaubsfahrt ohne die Box!

Da sich im Laufe der Zeit einige Figuren angesammelt haben und diese auch ordentlich beisammen stehen sollen, haben wir ein passendes Regal gesucht. Eine Aufbewahrung kann man mittlerweile auch überall kaufen, aber eine günstigere und selbst gestaltete Idee war für uns Ehrensache.


Das Ikea Lustigt Regal für knapp 10 Euro hatte einen fairen Preis und es landete direkt im Einkaufswagen. Bisher standen die Tonies auf dem Nachtschrank und fielen alle naselang um - für mich war sofort klar, dass es daher ein magnetisches Regal werden musste. Online gibt es Magnetbänder in diversen Farben, ich habe ein selbstklebendes Band in weiß bestellt und es mittig auf die kleinen Leisten geklebt. 

Zunächst wollten wir das Regal lackieren, haben uns dann aber wegen des geringeren Aufwands für das Bekleben mit Masking Tape entschieden. Davon besitze ich nämlich eine sehr große Auswahl. Also haben wir 5 farblich passende Tapes ausgesucht und diese mal quer und mal längs über die Holzlatten geklebt. Dabei wird das Magnetklebeband einfach mit verdeckt. 

Wenn dann alle 5 Leisten fertig beklebt sind, muss man sich entscheiden, wie das Regal aufgebaut wird - man kann es in verschiedenen Kombinationen verschrauben. Am besten schaut ihr gleich, ob ihr eher größere und höhere - oder eher flache und kleine Figuren besitzt. Dann sollten die Abstände beachtet werden, da sonst die Figuren nicht mehr so gut hinein passen. 

Wenn das Maskingtape längs klebt, bleibt natürlich die vordere Holzkante frei. Da die Mischung aus "beklebt" und "unbehandelt" mir nicht gefallen hat, habe ich die Holz - Kanten noch fix mit Acrylfarbe betupft. Nun passt das Farbschema gut zusammen. 





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Aufgrund der erschreckenden Entwicklung in den sozialen Medien - was das Schreiben von Texten, Teilen von Bildern und / oder eine etwaige Markennennung in beschriebenen Projekten betrifft, weise ich darauf hin, dass es sich bei dem dargestellten Bericht um meine persönlichen Empfehlungen und Erfahrungen handelt - jegliche Produkte wurden selbstverständlich von mir / uns selbst bezahlt! Weiterhin erhalte ich keinerlei Vergünstigungen o.Ä. für die beschriebenen und / oder benannten Artikel. Leider muss ich dennoch meine Blogbeiträge offiziell als [Werbung] deklarieren.

Mittwoch, 29. September 2021

Experiment: Stempeln auf weißer Modelliermasse

Auch wenn ich ein absoluter Freund vom selbstgemachten weißen Natronteig bin - das Rezept findet ihr HIER - so bin ich doch ganz dankbar darüber, dass es zum schnellen Basteln mit den Kids auch fertiges Material gibt. Ich habe mich für die lufttrocknende Modelliermasse von FIMO entschieden und mit den beiden Mädels gemeinsam geknetet, gerollt und mit Stempeln herumexperimentiert.

Vorneweg sei gesagt sein: Wenn ihr tolle Ergebnisse möchtet, dann sollten ALLE benutzten Stempel frei von alten Stempelfarbresten sein. 😁

Ich spreche hiervon:

Nachdem dann wirklich alle Stempel gereinigt wurden, haben wir erneut losgelegt. Zuerst wird die Modelliermasse leicht geknetet und mit einem Nudelholz oder einem anderen geeigneten Gegenstand ausgerollt. Damit die Holzmaserung vom Tisch nicht mit durchdrückt, liegt noch ein glattes Brett unter der Fimo-Masse. 

Die Masse lässt sich von der Konsistenz her wie Plätzchenteig bearbeiten und kann nach dem Ausrollen direkt in der gewünschten Größe ausgestochen werden. Das geht mit einem entsprechend großen Weinglas kinderleicht. 

Die Große hat sich schnell entschieden ein paar Namensschilder für das anstehende Familientreffen zu stempeln - und die Kleine hatte nur Flausen im Kopf. Sie hat mal eben fix das Stempelkissen stibitzt (ich saß daneben und habe es nicht mitbekommen) - und hat den weißen Fimo Ton bestempelt. 

Nun ja, ich muss ihr eigentlich noch dankbar sein, denn durch ihr Geschmiere und meinem Wunsch, noch etwas vom Ton zu retten kam mir der Gedanke des Marmorierens. 😂 

Man muss also für den Effekt nur ein schwarzes Stempelkissen zwei-, dreimal in die weiße Fimo Masse drücken, dann ein paar Mal übereinanderlegen und nur grob kneten (aber nicht zu viel, sonst geht die Marmorierung weg und die Masse wird einheitlich grau). Und schon zeigt sich der tolle Effekt! Herrlich, wieder was gelernt! 

Um den Marmor-Effekt so richtig schön darzustellen, habe ich nach einem passenden Stempel in meiner Sammlung gesucht - mit Buchstaben wirkte der Effekt nämlich tatsächlich nicht so gut. Es ist zwar ein absolutes Weihnachtsthema, aber da wir auf den Oktober zusteuern ist das absolut in Ordnung für mich... Schaut euch mal dieses Ergebnis an - cool, oder? 

Das sieht doch wirklich richtig hochwertig aus! Aber auch die Buchstabenstempel lassen sich wirklich gut verarbeiten - die Kids hatten ihren Spaß und wir haben gemeinsam ein paar schöne Bastelstunden verbracht. 




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Montag, 17. Mai 2021

Esstisch DIY: MakeOver eines ebay-Kleinanzeigen-Fundes

Im heutigen Beitrag möchte ich gern von meinem MakeOver eines ebay-Kleinanzeigen-Fundes berichten. Nachdem wir im vergangenen Monat unseren rechteckigen Esstisch mit 8 Sitzgelegenheiten in das Wohnzimmer integriert haben, wollten wir für den Küchenbereich einen deutlich kleineren, runden Esstisch nutzen.

Ich konnte leider online im gewünschten Maß - der Durchmesser von 110 cm stand fest - und ausgestattet mit einem kippsicheren Säulenfuß keinen passenden Tisch finden. Da ich mangels Besichtigung in bekannten Möbelhäusern (geschlossen durch Corona) keine weitere Option hatte, erweiterte ich meine Suche auf das Portal ebay Kleinanzeigen. Es ist wirklich immer wieder erstaunlich, was man dort sehen und finden kann. ;-)

Schnell fanden wir einen massiven Holztisch in Hamburg, den wir für wirklich kleines Geld unter unsere Fittiche nahmen. Dass wir den Farbton in "Eiche-rustikal" natürlich nicht behalten wollten, stand schon vor dem Kauf fest. Meine anfänglichen Bedenken hinsichtlich der Standfestigkeit eines Säulentisches mit einem Kleinkind im Haus haben sich schnell in Luft aufgelöst - das Teil ist mega schwer und stabil!


Da wir derzeit auch keinem Baumarkt in Hamburg einen Besuch abstatten konnten, habe ich mich "influencen" lassen und mir Farbkarten von der Marke "Anna von Mangoldt" senden lassen. Ich bestellte eine grau-grün-bläuliche Auswahl; eigentlich nur aus Spaß und zum besseren Vergleich dazu noch rosafarbene Töne. Ihr könnt es euch sicher denken - mein Mann und ich haben uns völlig verrückt für einen schweinchen-rosa-farbenen Lack entschieden. Wie immer mega spontan und ohne lange zu zögern haben wir eine Lackdose im Farbton "Pempelfort" und dazu passenden Sperrgrund in grau auf der Webseite www.annavonmangoldt.com [Werbung, selbst bezahlt] bestellt.

Nachdem der Lack dann geliefert wurde, ging es auch schon los. Ich habe mich dazu entschieden, die Tischplatte zuletzt zu streichen - also einmal den Tisch auf den Kopf gestellt - der untere Teil war somit auch viel leichter bearbeitbar und ich musste mich nicht so verrenken. Den Tisch habe ich vor dem Streichen einmal wirklich grob geschliffen. Tatsächlich nicht ABgeschliffen, sondern mit einem Schleifpapier nur ANgeschliffen. 

Wenn ihr mit dem Anschleifen fertig seid, dann prüft bitte unbedingt, ob ihr noch kleine Schadstellen auf eurem zu lackierenden Möbelstück ausbessern wollt. Ich habe leider die Kratzer und Rillen auf der Tisch-Oberfläche erst NACH dem ersten Anstrich mit dem rosafarbenen Lack wahrgenommen und mich dann kurzerhand entschieden, die tiefen Rillen (vermutlich Gebrauchsspuren) doch noch zu füllen. Also wundert euch nicht, warum hier jetzt ein Foto des Tisches mit einem bereits rosafarbenen Lack folgt. Da ich vorher nicht genau hingesehen habe und ausbessern wollte, musste ich nun noch zwei zusätzliche Lackschichten auf den eigentlich fast fertigen Tisch auftragen.

Nachdem mögliche Schadstellen ausgebessert, getrocknet und geschliffen sind, sollte der Sperrgrund aufgetragen werden. Ich habe diesen zur Farbe dazu bestellt, da er dafür sorgt, dass die ggfs. vorhandenen Altanstriche mit Ölen / Lacken etc. im Laufe der Zeit nicht durch die neue Farbe durchdringen. Da der Tisch ursprünglich nicht aus meinem Besitz stammt, weiß ich natürlich auch nicht, wie er vorher behandelt war. Ich konnte aber beim Umdrehen des Tisches kleine Laufnasen erkennen und ging auf jeden Fall davon aus, dass er mal geölt / imprägniert wurde. 

Der Sperrgrund ließ sich wirklich einfach verwenden, ich habe die schlecht zu erreichenden Stellen (untere Auflage der Tischplatte) mit dem Pinsel gestrichen und die großen Flächen mit der Lackrolle. Hier hat schon ein einfacher Anstrich genügt. 

Nachdem dann auch der graue Sperrgrund gut durchgetrocknet war, konnte ich mit dem Streichen in der eigentlich ausgewählten Farbe "Pempelfort" beginnen. Ich hatte mit Lack bisher keine guten Erfahrungen, aber ich bin froh, hier etwas mehr Geld investiert zu haben - die Verarbeitung und Qualität hat mir gleich gefallen. Ich war überrascht, dass ich auch beim Öffnen der Farbdose rein gar nichts roch. Ich habe schließlich direkt in unserer Küche gestrichen und mir schon im Vorfeld überlegt, wie ich mit dem typischen Lackgeruch umgehe. Aber der kam einfach gar nicht erst zum Vorschein. 😊


Natürlich habe ich auch hier die bekannten Heimwerker-Tricks verwendet - dabei einfach die Streichwanne mit 2 Lagen Alufolie auskleiden und die Farbdose mit Klebeband wie oben dargestellt abkleben. Beim Auskippen bleibt die Dose sauber und die Farbwanne durch die Alufolie ebenso. Das erspart wirklich Unmengen an Reinigungszeit! Achja, und zwischen den Trocknungsphasen wurden Farbrolle und Pinsel natürlich ordentlich in einer Ziplock-Tüte zwischengelagert. So trocknete nichts ein und ich musste zwischendurch nichts auswaschen. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich den Lack in der Ausführung "Satinlack" bestellt habe. Er hat somit ein leicht mattes Finish und ist eben nicht so hochglänzend, wie man das sonst von einem Lack kennt.

Weil ich es so passend zu dem rosa Tisch fand und sich die Farbe so toll verarbeiten ließ, habe ich unseren uralten Drehteller von Ikea gleich auch noch lackiert. Hier habe ich ohne Sperrgrund gearbeitet, einfach angeschliffen und mit 2 rosa Farbschichten gearbeitet. Das passt perfekt zusammen! 



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Sonntag, 21. März 2021

Teil 2 ××× Punch Needle ××× Kissenbezug DIY ××× Wolle & Stoff ××× Fortsetzung

Fast einen ganzen Monat später habe ich nun endlich meinen Kissenbezug beendet - in Summe stecken vermutlich so um die 10 Stunden Arbeit darin. Ob ich es nochmal machen würde? Auf jeden Fall - bisher hatte ich kein Hobby oder eine Bastelei, die man bequem "einfach so" beiseite legen und beliebig oft wieder aufnehmen kann. Das klappt tatsächlich gut bei der Arbeit mit der Stanznadel. Ich würde sagen, dass es mir trotz anfänglicher Skepsis gut von der Hand ging und vor allem Spaß gebracht hat.

Die meiste Arbeit macht das Versetzen der Stickringe, punchen kann man ja immer nur dort, wo der Stoff gut gespannt ist - also innerhalb des Rings. Im Laufe der Zeit war ich ganz oft froh, dass ich mir auf der Innenseite (Rückseite) des Stoffs das Muster aufgezeichnet habe - einmal bin ich sogar durcheinander gekommen und habe auf der falschen Seite des Strichs gepuncht. Zum Glück ist das recht harmlos, ich habe die Wolle einfach wieder rausgezogen und später mit der richtigen Farbe weiter gemacht.

Absolut empfehlen kann ich allerdings die festen Hoops aus Plastik. Nachdem ich anfangs nur mit den günstigen Bambus-Stickrahmen gearbeitet habe, habe ich im Buch von sogenannten "No-slip-Hoops" gelesen; also Stickrahmen, die den Stoff richtig fest greifen können. Die Bambusrahmen pressen sich nur gegeneinander, die Plastikrahmen haben eine richtige "Nut-Feder-Verbindung" und zusätzliche Plastikknubbel zum Festhalten des Stoffs. Den 5er Pack Bambus-Reifen habe ich bei Amazon für ca. 10 Euro gekauft, die 3 Plastik-Stickrahmen in unterschiedlichen Größen bei ebay für jeweils etwa 4 Euro.

Die Bambus-Rahmen kann man nutzen, wenn das Werkstück anschließend mit Wolle umrandet wird; die Rahmen kann man also nicht wiederverwenden. Es wird dabei entweder eine ganz andere Wollfarbe für den Kontrast - oder eben die Wolle des gepunchten Objektes verwendet und ringmäßig um den Rahmen vernäht. Das habe ich bei einem meiner ersten Testpunches so gemacht:

Für den von mir bestickten H&M Kissenbezug habe ich die Ringgrößen - je nach Bedarf - variiert. Da zum Schluss viele Stellen schon bestickt waren, wurden die Ringe immer kleiner. Wichtig dabei ist, dass der Stoff immer schön fest gespannt ist um gerade Schlaufen zu punchen. Zum Schluss kann man die Innenseite noch mit Textilkleber versiegeln - dies beugt dem versehentlichen Lösen der Schlaufen vor. Und auf der sichtbaren Seite sollten nun die Schlaufen noch ordentlich geordnet und sortiert werden. Ihr könnt den Unterschied ganz gut auf dem folgenden Foto erkennen: Im rosa Halbkreis sind die schwarzen Schlingen sortiert, sie erscheinen wie eine durchgängige, saubere Linie - rechts davon im hellgrünen Kreis sind sie unsortiert. Grundsätzlich würde ich sogar behaupten, dass dieses Projekt auch für Anfänger geeignet ist. Den ersten Teil zum DIY Kissenbezug findet ihr übrigens HIER nochmal verlinkt.



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Mittwoch, 24. Februar 2021

Teil 1 ××× Punch Needle ××× Kissenbezug DIY ××× Wolle & Stoff ××× Projekt Handarbeit

Schon mal was von "Punch Needle" oder "Needle Punch" gehört?
Bis vor 2 Monaten waren mir diese Begriffe völlig unbekannt - ich habe unserer großen Tochter zu Weihnachten ein DIY-Set mit einem Flamingo-Motiv zum Basteln & als Beschäftigung geschenkt. Ich fand den Stickrahmen hübsch und das Motiv mit den langen Woll-Beinen ebenso, im Set war alles dabei und es hörte sich sehr einfach an. Erst beim Versuch, den Flamingo herzustellen, stellten wir fest, dass es doch recht schwer ist für eine 6-jährige. Es war ein ziemlicher Kraftakt, den Stoff zu spannen, die Nadel mit der dicken Wolle durch den Stoff zu stechen und gleichzeitig darauf zu achten, dass die Schlingen gleichmäßig werden und sich nicht wieder herausziehen. Nun ja - wie kann es anders sein, Mutti macht natürlich den Flamingo fertig. ;-)


Da ich das Stanzen mit der Nadel und die "stupide" Arbeit irgendwie entspannend fand, habe ich mich mit dem Handarbeitsthema beschäftigt und mir eine kleine Auswahl an Stickrahmen bestellt. Der passende Stoff (Mönchsstoff, "monk´s cloth", grobes Leinen oder Jute) sollte möglichst fest und großmaschig sein - damit die Nadel leicht durchgeht und die Wolle dennoch hängen bleibt. Wolle kann man recht günstig über ebay für 1 Euro das Knäul erwerben und ansonsten auch alle Reste verwenden, die man noch zu Hause hat. Dann fehlte mir noch eine etwas kleinere Stanznadel, denn die Nadel aus dem Set war recht grob. Hier habe ich mir über Amazon eine verstellbare Stanznadel (oder eben "Punch Needle") zugelegt - die Dicke kann variiert werden und die eingestellte Länge durch das Schraubrad sowieso. 


Nachdem ich erste kleinere Projekte zum Üben erstellt habe, wollte ich mal was "Richtiges" punchen. Ich habe mich für einen Kissenbezug entschieden - nicht allzu groß um zu verzweifeln (bin ja bekanntlich kein geduldiger Mensch), aber auch nicht mehr so klein wie ein Stickring. Natürlich wollte ich sofort loslegen, bin dann aber nach einiger Überlegung auf die Idee gekommen, mir einen fertigen Kissenbezug zu organisieren. Punchen, Vernähen und dann noch einen Reißverschluss verarbeiten - sorry, so versiert bin ich dann doch nicht. Durch Zufall habe ich bei H&M online einen 40 x 40 cm großen Kissenbezug entdeckt, der für gerade mal 4 Euro preislich wirklich nicht zu toppen ist.


Während ich auf die Lieferung des Kissenbezuges wartete, habe ich mir ein Muster ausgedacht. Nachdem ich schon Regenbögen und Tierköpfe gepuncht habe, sollte es dieses mal etwas abstrakter sein. Natürlich findet man auch bei pinterest.de viele Vorschläge, aber ich wollte kreativ sein. Mit der App "Canva", die ich ab und an nutze, konnte ich mit ein paar Formen und Farben grafisch experimentieren und habe mir mein eigenes Muster erstellt. 


Da die Wolle mit den geknüpften Schlingen ja nicht so akkurat wie zum Beispiel beim Sticken erkennbar ist, habe ich das Motiv einfach frei Hand seitenverkehrt auf die Innenseite des Kissenbezugs aufgemalt. Die Farben der verschiedenen Elemente habe ich nochmal auf dem Bezug markiert, damit ich später im Eifer des Gefechts nicht falsch punche. Ich benutze ganz normale Wolle und werde einfach mal loslegen... ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis und ob es überhaupt so funktioniert, wie ich mir das vorstelle.   🅛🅔🅣🅢🅟🅤🅝🅒🅗



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Sonntag, 31. Mai 2020

Süße Wimpelkette zur Einschulung MIT oder OHNE Nähen

Bisher hatte ich überhaupt keine Erfahrung mit Nadel und Faden bzw. Näharbeiten im Allgemeinen - na gut, einen Knopf konnte ich annähen, das war es aber auch schon.
Erst durch die Corona Pandemie und die gesetzlich angeordnete Mundschutzpflicht hab ich mich von meiner Mom mal in ihre Nähmaschine einweisen lassen. 🤣 Herrlich, das war ein Spaß.... Wieder was gelernt und um eine Erfahrung reicher - oder könnt ihr was mit Unterfadenspannung oder Schrägband anfangen? 🤣


Das heutige Projekt ist für alle gedacht - mit oder ohne Nähmaschine. Die bevorstehende Einschulungsfeier der Großen findet im Garten statt und selbiger soll sommerlich geschmückt werden. Was eignet sich so besser als Wimpelketten, die luftig im Wind flattern und außerdem fix gemacht sind?


Was braucht ihr?
Stift und Karton 
Schere
verschiedene Stoffreste
T-Shirt-Garn oder Schrägband
Zickzackschere
Tacker
Optional: Nähmaschine 

Für die Wimpel zeichnet ihr euch besten eine Vorlage, die ihr immer wieder benutzen könnt. Alle Wimpel werden dann gleich groß! 

Meine Wimpel sind ca. 15 cm breit und 20 cm lang, sie werden einfach entlang der Papp-Vorlage mit der Stoff-Zick-Zack-Schere ausgeschnitten. Die Zick-Zack Form der Klinge sorgt dafür, dass der geschnittene Stoff nicht so schnell ausfranst. Um Zeit zu sparen habe ich mehrere Stofflagen gleichzeitig ausgeschnitten, das sieht anfangs fast ein wenig wie ein Scherenschnittmuster aus. 


Nehmt gern unterschiedliche Farben, durch die gleiche Größe der Wimpel schafft ihr trotzdem eine tolle Einheit! Unsere Große hat sich die Stoffe selbst ausgesucht. 

Für das nun folgende Verbinden der einzelnen Wimpel mit dem Band gibt es zwei Möglichkeiten - entweder einfach nur Tackern (hier können die Kids gut mithelfen) oder eben das Nähen mit der Maschine. Ich habe beide Varianten probiert! 

Ich habe mir Schrägband bzw. Saumband besorgt und die Wimpel damit einfach eingefasst. 


Aber auch das Tackern erfüllt seinen Zweck und geht natürlich deutlich schneller. Hier empfehle ich als günstige Alternative sogenanntes T-Shirt Garn zum Aneinanderreihen der Wimpel. Ich habe bei Tedi eine 120 Meter Rolle für gerade mal 6 Euro bekommen. Günstig und passend für die Wimpel, da es dieses etwas breitere Garn aus T-Shirt Stoff in vielen verschiedenen Farben gibt.


Zum Nähen muss ich nicht mehr viel erklären, beim Tackern wird das ca. 2 cm breite T-Shirt Garn auseinander gehalten, der Wimpel "eingerollt" und dann fest getackert. Je dünner der Stoff, desto häufiger müsst ihr Tackern. Bei groben Stoff reichen vermutlich auch 3 Tackernadeln, bei meinem Stoff sind es 5 geworden. Da der Stoff so dünn ist, scheint das Muster auch schön hindurch. Es ist also nicht schlimm, dass ich die Wimpel nicht doppelt aneinander befestigt habe. Es sollte ja schließlich keine Wochenaufgabe werden. 





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Freitag, 21. Februar 2020

🌈 DIY Woll-Regenbogen * Makramee * Ich wickel dann mal...🌈

Derzeit liegt Makramee wieder voll im Trend, mich interessieren die Knüpftechniken, Wandbilder oder Blumenampeln aber nicht sonderlich. 
Allerdings finde ich die kleinen farbigen Regenbogen aus Wolle sehr hübsch - die haben es mir schon eine ganze Weile angetan. 


Ich stand also vor der Wahl im Internet oder Geschäft einen solchen Regenbogen zu kaufen oder es einfach selbst zu probieren. Bei den Preisen zwischen 20 bis 40 Euro habe ich mir kurzerhand Wolle für je 1 Euro pro Knäuel und 5 Meter Makramee Seil von Hummelt (Silber Line Rope, 8mm stark) für 5 Euro über ebay gekauft. Außerdem habe ich zuvor gelesen, dass es hilfreich ist, das zu umwickelnde Band mit einem Stück Draht zu unterstützen. Eine Rolle Bindedraht gab der Keller noch her, Nadel und Faden sowie eine scharfe Schere habe ich mir aus dem Nähkästchen bereit gelegt.



Als erstes muss man sich überlegen, wie groß der Regenbogen werden soll. Im Beispiel oben ist der Regenbogen circa 20 x 20 cm groß, dazu wurden zunächst 4 immer größer werdende Stücke vom Makramee Seil abgeschnitten. Für einen ersten Versuch war das Format schon recht groß, ich würde eher kleiner (10 cm x 10 cm oder 15 cm x 15 cm) beginnen. 


Damit der Regenbogen später besser gebogen werden und die gewünschte Form auch behalten kann, habe ich unterstützend ein Stück vom Blumendraht eingefädelt. Das Makramee Seil ist eher locker geflochten und so verlief das Einfädeln problemlos. Solltet ihr ein anderes Seil benutzen und das Einfädeln gestaltet sich als schwierig, dann kann der Blumendraht auch einfach beim folgenden Wickeln mit eingeschnürt werden. 
Fangt 5 cm hinter dem Seilende an; wickelt dabei locker, nicht zu fest und vor allem nicht überlappend die Wolle in gewünschter Farbe Runde für Runde um das Seil. Der Anfang der Wolle darf dabei gern mit eingewickelt werden, das Fadenende kann anschließend vernäht oder auch mit Knoten fixiert werden. 


Die jeweils einzeln umwickelten Seile können dann aneinander gelegt und mittig vernäht werden. Hierfür sollten die Enden der gewickelten Wollseile auf einer Höhe sein, da es optisch ansprechender aussieht. Nach dem Nähen können die geknüpften Makrameefäden dann entwirrt und ausgekämmt werden. Falls diese noch zu krisselig sind, könnt ihr sie vorsichtig mit einem Glätteisen begradigen. Ich fand das nicht erforderlich, habe aber alle Fäden des Seils gleichmäßig bzw. auf einer Höhe abgeschnitten. 


Der Regenbogen ist nun grundsätzlich fertig - da ich diesen aber gern anhängen wollte, habe ich ihm noch einen Aufhänger verpasst. Hierfür habe ich 9 Wollfäden in circa 50 cm Länge zugeschnitten, an einem Ende verknotet und dann mit jeweils 3 Fäden zu einem Zopf geflochten. Hätte ich nur 3 einzelne Wollfäden genommen, wäre der entstehende Aufhänger recht dünn geworden. Die Schlaufe könnt ihr dann einfach an der Rückseite annähen. 

Tadaaaa... Fertig ist das gute Stück! 


Natürlich möchte ich euch den Woll-Regenbogen unserer 6-jährigen Pauline nicht vorenthalten. Sie wollte einen eigenen basteln und hat sich für die farbenfrohe Variante entschieden. Auch wenn man es auf dem Bild nicht sehen kann - dieser ist deutlich kleiner als meiner. 




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