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Dienstag, 17. November 2020

Ikea LUSTIGT Hack #ähtännschenplease | Wichtel willkommen

Eigentlich habe ich das kleine Holz-Regal für das Zimmer der Lütten bei Ikea gekauft, als ich es dann am Wochenende aufbauen wollte, kam mir direkt die Idee zur weihnachtlichen Abwandlung. Upsi...


Ich find es mega gelungen - außerdem für den Aufwand & Preis total individuell! 
Was müsst ihr für die hübsche Tanne tun? Zunächst in den Besitz eines Ikea LUSTIGT Regals aus der Kinderabteilung für 6.99 Euro kommen. Nach dem Auspacken nehmt ihr euch Stift & Lineal und anschließend Säge, Schleifpapier, eine Schraubzwinge (oder einen menschlichen Festhalter ;-) ) sowie einen Akkuschrauber oder Schraubendreher dazu und legt los!


Auf diesem Foto könnt ihr gut erkennen, dass grundsätzlich alle Regal-Bretter gleich lang und bereits auf einer schmalen Seite in gleichmäßigen Abständen vorgebohrt sind. Das könnt ihr euch nun zu Nutze machen und die Bretter "tannenbaummäßig" auf eine Seite verschieben.


Auf beiden Bildern kann man die simple Idee gut erkennen: Das Ausrichten und Verschieben geht easy von der Hand. Einfach immer eine Bohrung weiterrücken - dabei gibt das unterste, mittig ausgerichtete Brett den Loch-Abstand vor. Nehmt dann das senkrechte Brett (quasi den Stamm) wieder weg und markiert die Mitte gern mit dem Bleistift - das hilft, um später die Orientierung beim Sägen zu behalten. Noch liegen die Bretter ja versetzt wie ein Parallelogramm, aber das wird sich nun ändern.


Selbstverständlich könnt ihr mit einer Stichsäge die Leisten zurecht sägen, aber bei diesen dünnen Brettern reicht auch ein kleiner Fuchsschwanz oder eine Laubsäge. Achtet einfach darauf, dass ihr euer zu kürzendes Brett gut mit einer Schraubzwinge sichert. Das erleichtert vor allem das Sägen von Hand ungemein - damit es keine unschönen Abdrücke der Metall-Zwinge gibt, lege ich immer ein altes Reststück zwischen Metallzwinge und Holz.


Da ihr das Holz sowieso schon eingespannt habt, könnt ihr auch direkt nach dem Sägen die Schnittstelle entgraten und anschleifen. Hier würde es natürlich auch wieder von Hand mit Schleifpapier funktionieren oder eben maschinell. Da ich mittlerweile ziemlich faul geworden bin, überlasse ich diese Arbeit gern der Maschine. Wir haben einen kleinen Deltaschleifer; ein kleines Multifunktionswerkzeug, mit dem man Schleifen, Trennen und noch vieles mehr erledigen kann. Damit bin ich zwei oder dreimal über die Sägekante gefahren und das Holz war wieder schön glatt. Anschließend wird die Tanne mit den bereits mitgelieferten Schrauben verbunden - und dann kann schon nach Herzenslust dekoriert werden. Bei mir wurde es ein Farbton in schwarz-weiß-natur. 


Aber Achtung! Ich habe mich letztlich über die Abstände erschrocken - zwischen den Brettern ist maximal 6 cm Platz für eure Deko. Da muss man schon mal kreativ werden, denn nicht mal kleine Teelichtgläser (mit batteriebetriebenen Kerzen, versteht sich!)  passen "dazwischen". Kleine Zapfen oder Zweige eignen sich ebenso wie selbstgebastelte Papierhäuser für die Elektro-Teelichte. Einen kleinen Kranz aus Mini-Holzperlen kann ich mir auch noch gut vorstellen. Die kleinen Leitern von Ikea habe ich ebenso dran gelassen - als Idee für den Weihnachtswichtel oder den Elfen, der kleinkind- oder haustierbedingt nicht unten auf der Fußleiste sein Türchen haben darf? Das wäre doch auch mal eine coole Idee... vielleicht im nächsten Jahr für mich. 





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Aufgrund der erschreckenden Entwicklung in den sozialen Medien - was das Schreiben von Texten, Teilen von Bildern und / oder eine etwaige Markennennung in beschriebenen Projekten betrifft, weise ich darauf hin, dass es sich bei dem dargestellten Bericht um meine persönlichen Empfehlungen und Erfahrungen handelt - jegliche Produkte wurden selbstverständlich von mir / uns selbst bezahlt! Weiterhin erhalte ich keinerlei Vergünstigungen o.Ä. für die beschriebenen und / oder benannten Artikel. Leider muss ich dennoch meine Blogbeiträge offiziell als [Werbung] deklarieren.

Samstag, 4. April 2020

mobiles Bücherregal aus Holz

Hier ist es ziemlich ruhig geworden...❤️ Das ist vor allem der neuen und ungewohnten Situation geschuldet. Hätte mir mal jemand gesagt, dass Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben, Kontaktsperren ausgerufen sind und dass das öffentliche und kulturelle Leben zum Erliegen kommt - ich hätte vermutlich kopfschüttelnd "So ein Quatsch!" gesagt. 😱 Nun, leider hat ein kleines Virus für eben solchen Zustand gesorgt. Wir machen das Beste daraus! Aber das allerwichtigste in diesen Zeiten: Gesund bleiben! 👍


Zwischen Arbeiten und Kinderbetreuung habe ich dann doch die Zeit gefunden, ein kleines DIY zu beginnen. Irgendwie bin ich vor einigen Wochen im Keller über drei kleine Reste-Bretter gestoßen und habe mir da schon überlegt, was ich daraus basteln kann. 
Nun mit den beiden Kiddies bis zum frühen Nachmittag Zuhause, stelle ich fest, dass unwahrscheinlich gern und viele Bücher angesehen werden. Hier fehlte aber ein fester Platz zum Aufräumen, bisher landeten die Bücher meist wahllos in einer Kiste. Vor allem die mittlerweile 1,5-Jährige schaut unheimlich gern und stundenlang mit mir Bücher an.
Im Kinderzimmer haben wir eine gemütliche Leseecke, tagsüber halten wir uns gerade vermehrt im Erdgeschoss auf und da wäre ein mobiles Bücherregal schon praktisch! 


Beim Spazieren gehen am Feldrand ist uns dann ein hübscher Birkenstock ins Auge gefallen - der musste mit nach Hause geschleppt werden. Die Mädels und der Mann haben dabei tatkräftig geholfen! Aus dem Keller wurden dann die Bretter geholt und für passend befunden. Im Regal lag noch eine Packung mit Möbelrollen, die gibt's ab und an im Aldi als Achterpack für den schmalen Geldbeutel. Wir ihr unten auf dem Bild sehen könnt, ist das Grundgerüst ein simples "U" aus Holzbrettern. Das waren mal Abfallstücke, als wir 2 Meter lange Fichtenbretter aus dem Baumarkt für ein anderes Projekt kürzen lassen haben. Was man bezahlt hat, nimmt man halt mit...so isses. 😄


Um die 3 Bretter zu verbinden, habe ich sie einfach seitlich verschraubt. Da ein solches Brett nur 18 mm dick ist und trotzdem ein paar Schrauben aufnehmen soll ohne zu splittern, muss hier unbedingt vorgebohrt werden. Es platzt an dieser Stelle recht schnell! Die kleinen Bohrungen sind fix erledigt und dann können die beiden kurzen Bretter jeweils rechts und links an das große Brett geschraubt werden. Für seitlichen Halt der Bücher werden zum Schluss Seile durchgezogen, die Bohrungen hierfür habe ich auch schon passend zur Seildicke vorgenommen.



Um ein Zusammenklappen der kurzen Seitenbretter zu verhindern, musste ein kleiner Abstandhalter eingebaut werden. Hier habe ich eine kleine Leiste (12 mm x 12 mm) passend zugesägt und dazwischen geschraubt. Dies gibt den Seitenbrettern halt und hindert später die Bücher am Verrutschen. Dazu sorgt noch ein fest verschraubter Griff obendrauf für zusätzliche Stabilität - somit wird auch mal ein "robuster" Umgang der Kids verziehen. 


Beim Anschrauben der Möbelrollen muss unbedingt auf bereits befestigte Schrauben geachtet werden! Sonst knirscht Metall auf Metall und die Schraube bricht ab. Außerdem dürft ihr hier nur kurze Schrauben (1 bis 2 mm kürzer als die Brettdicke) verwenden - sonst schaut die Schaube auf der Innenseite aus dem Holz raus und ihr könntet euch verletzen.



Wenn ihr die Anleitung bis hierher befolgt habt, sieht das Bücherregal nun so aus, wie auf den Bildern oben. Die kleine quadratische Leiste habe ich zusätzlich bündig an den Seiten aufgeschraubt. Das könnt ihr gut auf dem letzten Bild der Dreier-Reihe erkennen. Die Bücher haben dann auch seitlichen Halt und sind vor dem Herausrutschen gesichert. Es kommen auf beiden Seiten noch 2 Makramee-Seile hinzu, das erkläre ich etwas weiter unten.⬇️



Vom langen Birkenast habe ich dann einen leicht gebogenen Ast mit einer kleinen Gabelung ausgesucht, angehalten und auf das Maß des Regals zugesägt. Auch hier habe ich das Holz vorgebohrt - den Birkenast und auch das Stirnholz vom Brett. Anschließend wurde beides mit einer Edelstahlschraube aus dem Terassenbau verbunden - Edelstahl eigentlich nur deshalb, weil die Birke noch ordentlich Restfeuchte besitzt. Die Schraube soll schließlich nicht rosten!



Zu guter Letzt wurden dann noch die Makramee-Seile an beiden Seiten durchgezogen, leicht gespannt und verknotet. Das Seil habe ich mir nicht extra gekauft, sondern ich hatte noch ein paar Meter Rest von der letzten "Regenbogen-aus-Wolle-mit-Fransen-Produktion" übrig. Den entsprechenden Blogbeitrag habe ich HIER mal zum Nachlesen und Basteln verlinkt - vielleicht noch ein kleiner Bastel-Tipp in der Quarantäne-Zeit für euch und die Kids!



Und wie ihr seht - fertig ist das Werk. *Hurra* 💗 Die beiden Mädels lieben das mobile Regal für die Bücher. Es wird gern benutzt, durch das ganze Erdgeschoss gerollt und steht Spalier beim Vorlesen. Ich habe außerdem festgestellt, dass nun auch die Kurze beim Aufräumen Spaß hat. Bisher wurden die Bücher arglos in die Kiste geknallt - nun wird jedes Buch zur Aufräumzeit ordentlich weggestellt. 
Vielleicht habt ihr ja auch noch schlummernde "Rest-Stücke", die man zu neuem Leben erwecken oder auch umfunktionieren kann? Viel Spaß beim Basteln!




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Dienstag, 31. Juli 2018

24 m² kochen+essen+wohlfühlen

Es ist mal wieder soweit, ein weiteres Projekt ist fertig gestellt, so dass ich euch ein paar Bilder zeigen & auch ein paar Tipps und Tricks verraten kann.
Im heutigen Post geht es um die Renovierung unserer Küche und des angrenzenden Esszimmers - unser Haus, das wir 2013 gekauft haben, besaß eine perfekt ausgeplante Marken-Einbauküche, die nur wenige Jahre alt war. Lediglich das vanillefarbene Landhausdesign mit den geschwungenen Kassettenfronten, den Messinggriffen, dem schrägen Waschbecken und der dunkelbraunen Arbeitsplatte gefiel uns nicht. Das breite Kochfeld, der hohe Backofen und die vielen Auszüge dagegen fanden wir einfach perfekt - hier wurde bei der Planung auf viele Details geachtet.


Relativ schnell überlegten wir uns das Zusammenlegen des angrenzenden Esszimmers mit der Küche, da wir gern großzügiger kochen & essen und auch gern in der Küche sitzen & quatschen wollten. Hey, die besten Partys finden schließlich immer in der Küche statt! Da wir alle Hauspläne von den Vorbesitzern erhalten haben, wurde unsere Prüfung der Trennwand bestätigt - mit 7,5 cm Breite konnte es sich unmöglich um eine tragende Wand zwischen den beiden Zimmern handeln. Es stand also fest: die Wand muss weichen. Und wie ihr auf den folgenden Bilder sehen könnt, war es eine tierische Drecksarbeit!



Bereits im Vorfeld beschäftigte uns unser Projekt, welches zunächst auch die ein oder andere Ratlosigkeit aufwarf:
Wohin mit den Elektro-Anschlüssen, wenn die Wand weg ist? Wie wird das Kochfeld angeschlossen? Woher bekommen wir Steckdosen zum Arbeiten auf der neu angedachten 90 cm tiefen Küchenarbeitsplatte? Wohin verlegen wir den Lichtschalter? Wie wird eigentlich die Arbeitsplatte von oben beleuchtet? 


Ihr merkt schon, mal "eben so" ist dann doch nicht modernisiert- außerdem habe ich immer gern klare Vorstellungen von meinem Ziel - also wollte ich möglichst genau wissen, wie unsere Küche später aussehen soll. Ich habe wochenlang diverse Online - Küchenplaner ausprobiert, denn dort kann man die Räumlichkeiten eingeben und auch die Küche planen und prüfen, ob beispielsweise alle Schränke auch zu öffnen sind etc.



Wir haben mit neuen Fronten in mattem Weiß, eckigen gebürsteten ALU-Griffen, 4 passenden neuen Schränken und einer neuen Arbeitsplatte das komplette Aussehen unserer Küche verändert. Auf ein paar kleine Details "zum Wohlfühlen" wollte ich natürlich auch nicht verzichten und so haben wir noch ober- und unterhalb der Küchenschränke selbstklebende LED Beleuchtung angebracht. Diese lässt sich mittels Fernbedienung an- und abschalten.



Ich gebe zu, dass wir zwischendurch tatsächlich auch bei zwei verschiedenen Küchenstudios gelandet sind und uns eine neue Küche haben planen lassen. Mit Fotos und Grundrissen der eingebauten Küchen bewaffnet haben beide (!!!) Küchenstudios den Rat ausgesprochen, die bereits am idealsten ausgeplante Küche zu belassen und lediglich die von uns angedachten Verschönerungen bzw. minimalen Verbesserungen durchzuführen. Dazu muss ich sagen, dass die Planungspreise bei beiden Küchenstudios im fünfstelligen Bereich lagen. Dies stand zum letztlich ausgegebenen Preis absolut in keinem Verhältnis.



Aus der Erfahrung heraus kann ich sagen, dass sich das Umschauen zur Ideenfindung im Küchenfachgeschäft gelohnt hat. Denn einige Dinge kann man einfach nicht Online aussuchen - wir fanden auf Anhieb "unsere" perfekte Arbeitsplatte - das Dekor nennt sich Arizona Pine. Eine perfekte Mischung aus warmem Holzton mit grauen "used-Look" Einschlüssen. Letztlich haben wir diese dann auch für unsere Küche gewählt und sind damit super zufrieden.



Es lohnt sich wirklich darüber nachzudenken, anstelle eines kompletten Neukaufs mit den vorhandenen Mitteln und Materialien zu arbeiten. Allein durch das Umstellen der verfügbaren Küchenmöbel, der Öffnung der Wand und des Einbaus der mega-großen Arbeitsplatte hat sich die komplette Optik der Küche verändert. Das Ergebnis ist einfach toll geworden und bereitet uns jeden Tag viel Freude! 



Habt´s fein und sonnig!


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Sonntag, 27. Mai 2018

Ab ins Beet: Holzsteg im Garten

Wir haben bereits einen schönen Platz im Garten als "Spielecke" für unseren Nachwuchs ausgesucht und auch stets erweitert. In diesem Sommer soll demnächst noch eine Outdoorküche folgen. Die Lütte ist gerade 4 Jahre geworden und spielt gern Rollenspiele oder bekocht uns mit imaginärem Essen - da wäre eine Matschküche draußen doch perfekt!

Was ist das wichtigste bei einer Outdoorküche? WASSER zum Matschen! Da sich die Küche nicht auf dem Rasen oder im Sand befinden wird - sondern in einem Beet mit Rindenmulch - muss eine Lösung her! Am besten sollte es eine nutzbare Brause für die Outdoor-Küche werden und auch gleichzeitig eine Dusche für uns Erwachsene - dank eingebautem Holzsteg können wir diese dann auch mit sauberen Füßen verlassen.



Ich habe im Vorfeld eine Skizze gemacht, bei 3 Metern Steglänge die benötigte Anzahl an Dielen ausgerechnet und mir dann im Baumarkt gleich zusägen lassen - dies ersparte uns bereits den ersten Schritt.
Zuhause angekommen, wurde gleich lasiert - den warmen Holzton habe ich absichtlich gewählt, da das umgebende Grün im Beet die Farbe besonders zum Leuchten bringt.


Während das Holz trocknet, wurde im Beet mit den Vorarbeiten begonnen - anhand der Bilder seht ihr die auszuführenden Schritte:

1 Erde ausheben in der gewünschten Tiefe, Pflastersteine mittels Wasserwaage und Gummihammer im Sandbett ausrichten
2 Latten und Dielen zur Abstandskontrolle auflegen und zum finalen Ausrichten nutzen
3 Mulchfolie zum Verhindern von Unkrautwuchs auflegen
4 Latten und Dielen miteinander verschrauben, dazu die Löcher mit Holzbohrer vorbohren


Am längsten dauert natürlich das Herstellen einer sauberen Auflagefläche - das Ausrichten der einzelnen Steine sowie das Auflegen der Lattung dauerte bei uns (mit kleinen Trinkpausen) circa 3 Stunden. Hier ist es wichtig, nicht zu verzweifeln - das anschließende Verschrauben der Douglasiendielen dauert dann nur noch eine halbe Stunde. Hier haben wir mit Abstandhalter, 2 Personen und 2 Akkuschraubern gleichzeitig gearbeitet - eine Person bohrt vor, die zweite schraubt gleich die Terrassendielen drauf. So wurden die 3 Meter zügig verlegt.



Insgesamt liegen in unserem Projekt nun 24 Dielen hintereinander auf einer Länge von 3 Metern; die ersten 14 Bretter sind 75 cm breit und die hinteren 10 Holzdielen haben eine Breite von 150 cm. Sie ergeben ein Podest zum Duschen, Spielen mit der (noch aufzubauenden) Outdoorküche und sind gleichzeitig die Auflagefläche für die Leiter zum Spielhaus. Anschließend wird nochmal mit Rindenmulch aufgefüllt, der Gartenschlauch-Anschluss sauber verlegt und dann kann nach Herzenslust geduscht werden. Sobald die Matschküche steht, werde ich berichten!



Viel Spaß beim Werkeln und Sonne tanken!



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Montag, 30. April 2018

DIY: minimalistisches Hochbeet im Selbstbau

In der Mode sind sie ja schon etwas länger und ich hege den Wunsch nach solch einem schon seit 2 Jahren: ein Hochbeet!
Zu dieser Jahreszeit quillen die Baumarktblätter und Gartenmagazine vor Angeboten an vorgefertigten Hochbeeten über. Ehrlich gesagt, habe ich bisher nicht verstanden, warum ein solches Hochbeet meist satte 200 Euro kostet bzw. hat mir auch das Aussehen der Terrassendielengestaltung als Umrandung nicht gefallen.

Ich wollte für unsere Terrasse zwei schlichte, leichte und mobile Hochbeete haben, die jeweils 6 Erdbeerpflanzen beheimaten sollen. Da ich in den letzten 3 Jahren bereits unsere Erdbeeren in rechteckigen Mörtelfässern heranziehe, kam mir die Idee, diese als Grundlage für die rückenfreundlichen Hochbeete zu nutzen.


Somit benötigte ich nur noch ein Gestell - und wie ich das gebaut habe, zeige ich nun. Es sei gesagt, dass ich mit den größten, rechteckigen Mörtelkübeln mit einem Fassungsvermögen von 90 Litern arbeite. Diese kosten so um die 6 bis 7 Euro im Baumarkt. Um das Gestell zu bauen, müssen die Maße unter dem Rand des Kübels genommen werden, da dieser dort aufliegen soll. Für meine Maurerbütt vom Hagebaumarkt habe ich je 4 Holzleisten in der Länge von 47 cm und 72 cm zugesägt, die verwendeten Kanthölzer sind ebenfalls sehr günstig und haben den Querschnitt 44 x 24 mm. Die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 1 Euro pro lfd. Meter - hier lohnt sich dennoch der Baumarkt-Preisvergleich; manchmal werden für sägeraue oder gehobelte Ware trotzdem gleiche Preise verlangt. Hobelware ist für unser Vorhaben wegen der glatten Oberfläche besser geeignet.



Zunächst werden aus den Kanthölzern zwei Rahmen gebaut. Auf dem einen liegt später das Mörtelfass auf, die zweite Rahmenkonstruktion stabilisiert das Hochbeet anschließend unten. Außerdem können daran später (bei Bedarf) noch Rollen angebracht werden.



Die Höhe des Hochbeets wird durch die etwas stärkeren, quadratischen Kanthölzer mit dem Querschnitt 44x44 mm bestimmt. Ich habe sie auf eine Länge von 70 cm zugesägt und anschließend an die Rahmenkonstruktion geschraubt. Ich empfehle das Vorbohren mit einem kleinen Holzbohrer - dies sorgt dafür, dass das schmale Holz durch die langen Schrauben nicht einreißt. Auch wenn es erstmal noch etwas schief und krumm aussieht, so erhält die ganze Konstruktion seine Stabilität durch das Anschrauben des zweiten Rahmens.


Anschließend kann das Holz (welches ja leider kein Hartholz ist) noch beliebig für den Einsatz im Freien behandelt werden. Es gibt mittlerweile viele Lacke oder auch Lasuren in allen gewünschten Farben. Da ich gute Erfahrungen mit dem Produkt gemacht habe, fiel meine Wahl auf die Bondex Lasur in der Farbe 893 Ebenholz - passend zum Mörtelfass.



Ich habe dann nach dem Trocknen noch 4 Rollen angeschraubt, damit die kleinen Hochbeete auch bequem bewegt werden können. Zum Bepflanzen solltet ihr unbedingt 6 bis 8 Löcher in den Boden bohren, damit das Wasser ablaufen kann. Anschließend grobes Material (z.B. Blähton, Tonscherben, kaputte Klinkersteine o. Ä.) ca. 10 cm hoch einfüllen, mit Vlies bedecken und mit Erde auffüllen. 



Jetzt ist Zeit für eure Lieblingspflanzen! Bei mir sind es Erdbeeren der Sorte „Ostara“ und „Elsanta“ geworden. Hmmmm.. ich freu mich schon auf die Ernte! 


Viel Spaß beim Werkeln und Sonne tanken!

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Mittwoch, 20. September 2017

Clog- & Gartenschuhhalter im Selbstbau für 10 Euro

Am Sonntag habe ich mal wieder eine Blitzidee umgesetzt - aus der Not heraus, da unsere Gartenclogs wild vor der Terrassentür lagen und bei Hamburger Schietwetter so richtig nass geworden sind. Kennt ihr das - ihr wollt raus in den Garten, zieht die Schuhe an und fühlt schon beim Reinfahren in eben diese, dass ihr total nasse Füße habt? *grrr*widerlich*



Ich wollte eine Halterung bauen, bei der eben nicht das ganze Wasser rein laufen kann und bei der die Clogs auch nicht durch Wind von der Terrasse gefegt werden können. Schuhregale oder auch -schränke fand´ ich doof, da diese viel zu geschlossen & gleichzeitig zu massiv gewirkt hätten. Außerdem können die Clogs für meine Begriffe grundsätzlich nass werden - nur bitte nicht von INNEN. 😁 Ich habe eine ähnliche Idee beim letzten Gartencenterbesuch gesehen, da kostete jedoch ein Holzgestell für "nur" 4 Paar Schuhe gleich mal 35 Euro. Neeee, das kannste selbst - gedacht.... gemacht. 😀



Zunächst benötigt man das richtige Material; ich habe eine bereits gehobelte Latte im Querschnitt 24 mm auf 74 mm gewählt bei einer Länge von 2 Metern. Da ich mir schon im Vorfeld die Maße überlegt und beim Sägen auf die beiden unterschiedlichen Längen geachtet habe, blieb nicht mal ein Reststück übrig. Für 3 Paar Schuhe nebeneinander benötigt man eine Breite des Regals von ca. 70 cm. Somit steht das Maß für die ersten beiden Latten fest. Zum Sägen könnt ihr eine Stichsäge nehmen oder auch einen normalen Fuchsschwanz. Da sich das weiche Kiefern/Fichtenholz gut verarbeiten lässt, habe ich zu letzterem gegriffen. Außerdem war Sonntag und ich wollte die lieben Nachbarn nicht ärgern.



Wenn ihr richtig gemessen und gesägt habt, liegen nun 4 Bretter vor euch - 2 davon in ca. 70 cm Länge und die anderen beiden in ca. 30 cm Länge. Beachtet unbedingt, dass die Säge ca. 2 mm pro Schnitt "klaut" - also auf keinen Fall vorher schon alles anzeichnen, sondern immer ein Stück nach dem nächsten Abmessen und Sägen. 
Anschließend sind nun die Besenstiele an der Reihe - hier macht es Sinn, vor dem Sägen eure Schuhlänge von innen zu messen. Steckt dazu einfach mal einen Schuh auf den Besenstiel und messt nach, bei wie viel Zentimetern ihr das Rundholz absägen könnt. Für die hintere Reihe habe ich eine Länge von 35 cm genommen und vorne sind es noch 30 cm. Auf beide Längen passen auch die Schuhe meines Mannes problemlos drauf.



Im oberen Foto seht ihr schon die Grundkonstruktion - in die beiden langen Bretter werden im gleichen Abstand jeweils 6 Besenstielstücke geschraubt und die beiden kleinen Bretter verbinden die Konstruktion. Allerdings dürft ihr das Rechteck noch nicht zusammen schrauben - denn der jeweils erste und letzte Stab wird unsichtbar von unten am langen Brett verschraubt. Im Bild seht ihr schon die aufgezeichneten Bleistift-Kreuze - die äußeren Rundstäbe sitzen genau mittig auf der Konstruktion und somit ergab sich für die 4 weiteren Stäbe einer Reihe ein Abstand von 12,5 cm.




Nachdem nun auch die Besenstiele zugesägt wurden, kann die Anbringung erfolgen. Ich habe die aufgezeichneten Bleistiftmarkierungen mit einem kleinen 3 mm Holzbohrer vorgebohrt und zusätzlich auch mittig in den Besenstiel gebohrt, da ich nicht riskieren wollte, dass das Holz ausreißt. Ich habe relativ dicke Schrauben verwendet, da schließlich jeder Stab nur durch diese eine Schraube seinen Halt findet. Nach dem Vorbohren können die Schrauben bereits in das Brett eingedreht werden - und zwar so tief, dass sie gerade mal 2 Millimeter auf der anderen Seite wieder heraus schauen. So wird sichtbar, wo genau ihr die Rundstäbe anschrauben müsst.




Beim Anschrauben der Rundhölzer muss darauf geachtet werden, dass die Schrauben im Holz verschwinden, es eignen sich daher Senkkopfschrauben am besten. Nun kann man schon das Ergebnis erkennen - auf dem oberen Foto ist bereits eine Brettlänge mit den 35 cm langen Stielen fertig. Wer mag, kann kleine Splitterungen am Holz noch mit einem groben Schleifpapier behandeln. Nachdem die zweite Seite mit den 30 cm langen Rundstäben auch vollendet ist, können die kleinen Verbundbretter angebracht werden. Auch hier habe ich von unten geschraubt - jetzt seht ihr auch, warum die Schrauben bündig ins Holz mussten. Bei den Ecken könnte sonst kein Verbund hergestellt werden - achtet jetzt darauf, dass ihr diagonal zwei Schrauben ins Holz treibt. So wird ein anschließendes Verschieben oder rautenförmiges Verzerren des Schuhgerüsts vermieden und es steht insgesamt stabiler.



Lasst euch von der Schiefe auf den Fotos nicht täuschen - jaaaa, es ist ein wenig krumm geworden. Den möchte ich kennen lernen, der es schafft, ALLE 12 Rundhölzer im 90 Grad Winkel anzuschrauben. 😀 Das macht mir aber nichts - jetzt kommt noch der Anstrich und ich bin mal gespannt, wie es dann aussieht. Die beiden runden Köpfe der hinteren Eckstäbe sind übrigens der jeweils obere Teil der Besenstiele, man kann sie absägen oder - wie in meinem Fall - einfach dran lassen.



Auch wenn der erste Anstrich wenig Erfolg versprechend aussieht, kann ich doch aus der Erfahrung heraus sagen, dass der Zweitanstrich absolut deckend ist. Bisher haben mich meine Favoriten - die Lasuren von Bondex - qualitativ stets überzeugt. Wir haben u.a. unser Gartenhaus mit Bondex Lasur behandelt und es sieht auch im vierten Jahr unverändert gut aus.




So, der zweite Anstrich war heute morgen trocken und ich konnte die Halterung gleich mit Schuhen bestücken und für euch ablichten. Leider spielt das Wetter heute nicht richtig mit - es nieselt und ist ganz schön feucht draußen. Aber was soll´s - dann kann ich heute Abend gleich prüfen, ob die Clogs innen trocken geblieben sind und die Halterung genau das erfüllt, was ich mir vorgestellt habe.


Seid ♡ lich gegrüßt - ich wünsche euch noch ein paar tolle Tage draußen im Garten!