Mittwoch, 29. September 2021

Experiment: Stempeln auf weißer Modelliermasse

Auch wenn ich ein absoluter Freund vom selbstgemachten weißen Natronteig bin - das Rezept findet ihr HIER - so bin ich doch ganz dankbar darüber, dass es zum schnellen Basteln mit den Kids auch fertiges Material gibt. Ich habe mich für die lufttrocknende Modelliermasse von FIMO entschieden und mit den beiden Mädels gemeinsam geknetet, gerollt und mit Stempeln herumexperimentiert.

Vorneweg sei gesagt sein: Wenn ihr tolle Ergebnisse möchtet, dann sollten ALLE benutzten Stempel frei von alten Stempelfarbresten sein. 😁

Ich spreche hiervon:

Nachdem dann wirklich alle Stempel gereinigt wurden, haben wir erneut losgelegt. Zuerst wird die Modelliermasse leicht geknetet und mit einem Nudelholz oder einem anderen geeigneten Gegenstand ausgerollt. Damit die Holzmaserung vom Tisch nicht mit durchdrückt, liegt noch ein glattes Brett unter der Fimo-Masse. 

Die Masse lässt sich von der Konsistenz her wie Plätzchenteig bearbeiten und kann nach dem Ausrollen direkt in der gewünschten Größe ausgestochen werden. Das geht mit einem entsprechend großen Weinglas kinderleicht. 

Die Große hat sich schnell entschieden ein paar Namensschilder für das anstehende Familientreffen zu stempeln - und die Kleine hatte nur Flausen im Kopf. Sie hat mal eben fix das Stempelkissen stibitzt (ich saß daneben und habe es nicht mitbekommen) - und hat den weißen Fimo Ton bestempelt. 

Nun ja, ich muss ihr eigentlich noch dankbar sein, denn durch ihr Geschmiere und meinem Wunsch, noch etwas vom Ton zu retten kam mir der Gedanke des Marmorierens. 😂 

Man muss also für den Effekt nur ein schwarzes Stempelkissen zwei-, dreimal in die weiße Fimo Masse drücken, dann ein paar Mal übereinanderlegen und nur grob kneten (aber nicht zu viel, sonst geht die Marmorierung weg und die Masse wird einheitlich grau). Und schon zeigt sich der tolle Effekt! Herrlich, wieder was gelernt! 

Um den Marmor-Effekt so richtig schön darzustellen, habe ich nach einem passenden Stempel in meiner Sammlung gesucht - mit Buchstaben wirkte der Effekt nämlich tatsächlich nicht so gut. Es ist zwar ein absolutes Weihnachtsthema, aber da wir auf den Oktober zusteuern ist das absolut in Ordnung für mich... Schaut euch mal dieses Ergebnis an - cool, oder? 

Das sieht doch wirklich richtig hochwertig aus! Aber auch die Buchstabenstempel lassen sich wirklich gut verarbeiten - die Kids hatten ihren Spaß und wir haben gemeinsam ein paar schöne Bastelstunden verbracht. 




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Donnerstag, 26. August 2021

Unser erstes Mal - Urlaub in Dänemark

❤  ⛱ ⛭ ✈ ☀ 

An den Urlaub gibt es ja bekanntlich die höchsten Ansprüche: 

Er soll in erster Linie der Erholung dienen, einen Ausgleich vom Alltag bieten und im Idealfall auch noch neue Eindrücke von fremden Ländern vermitteln - als Paar waren wir gern im Süden Europas unterwegs, die Insel Mallorca mit ihren abgelegenen und ruhigen Seiten für uns ideal. Mit der Geburt der ersten Tochter kam für uns jedoch eine Reise mit dem Flugzeug nicht mehr in Frage, die Prioritäten änderten sich - es war mit einem Baby bzw. Kleinkind schlichtweg nicht vorstellbar für uns. In der jetzigen Lebenssituation mit 2 Kindern im Alter von fast 3 und 7 Jahren blieb somit der Urlaub im eigenen Land oder im angrenzenden Ausland. Erreichbar mit dem Auto, das Wichtigste immer dabei und vor allem stets unabhängig und flexibel - wir haben uns in diesem Jahr zum ersten Mal für Dänemark entschieden. Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht; es war traumhaft!


In jedem Urlaub ist die Kamera mein ständiger Begleiter - es entstehen viele wundervolle Bilder und diese nur auf der Festplatte "abzulegen" ist einfach viel zu schade. Daher erstelle ich schon seit vielen Jahren gern ein Fotobuch um alle Erlebnisse & Momente des Urlaubs festzuhalten und gelegentlich zum Anschauen & Stöbern wieder zur Hand zu nehmen. Ich habe mittlerweile viele Anbieter für Fotobücher getestet und bin immer wieder bei CEWE gelandet. Das Preis-Leistungsverhältnis, die unendlichen Möglichkeiten und vor allem die Qualität der Drucke haben mich überzeugt. Ich entwerfe meine Bücher am PC mit der Bearbeitungssoftware, die von jedem Anbieter (Kaufland, DM... etc.) kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt wird.

Mittlerweile sind die Programme in der Bedienung deutlich vereinfacht und bieten bereits wirklich schöne Buchvorlagen und Seitenlayouts, die man theoretisch sofort und bedenkenlos nutzen kann - die Bücher werden toll! Ich finde es immer super spannend, wie sich der eigene Geschmack in jedem Jahr ändert. Meine ersten Fotobücher waren bunt und grell. Viele Fotos waren mit Masken und Rahmen versehen, da ich das anfangs wirklich "revolutionär" fand. In diesem Jahr ist das Buch eher schlicht gehalten und orientiert sich farblich an Naturtönen gemischt mit grafischen Mustern.

Ich finde es toll, wenn nicht jede Seite gleich aussieht - das machen die Fotos ja auch nicht. Manchmal kann man sie in Gruppen inszenieren - und manchmal muss ein Bild auch allein wirken und eine ganze Seite einnehmen. Schön ist es aber, wenn dabei ein roter Faden entsteht und sich durch das ganze Buch zieht. Ich habe mir im Programm verschiedene Cliparts (Zusatzmodule) heruntergeladen und diese dann auch als Favorit abgespeichert - so kann ich schneller auf die Grafiken und Motive zugreifen. Auch die Basisfarbe habe ich mir ausgesucht und abgespeichert. Man kann fast alle Cliparts neu einfärben und somit dem Design des Buches anpassen, die Möglichkeiten sind wirklich grenzenlos!

TIPP: Die Bearbeitung, Sortierung und Vor-Auswahl der Fotos ist vor der eigentlichen Buchgestaltung eine absolute Erleichterung und wirklich wichtige Arbeit! Hier lässt sich enorm viel Zeit sparen! Wie ich bereits erwähnte, ermöglicht die moderne Software auch die vollautomatische Gestaltung des Fotobuches. Wird hier lediglich der Ordner mit den abgelegten Urlaubsfotos ausgewählt, dann wird man von der Anzahl der Seiten erschlagen, viele Bilder sind doppelt & dreifach im Buch enthalten und verschenken unnötige Seiten - der Preis des Fotobuches variiert dann gern mal zwischen 60 und 90 Euro!

Das muss so nicht sein! Für ein Fotobuch im A4 Format mit circa 100 Bildern liegt man in etwa zwischen 25 und 30 Euro. Das kommt natürlich auf die Wahl der Papierqualität, der Bindung und möglicher Extras (wie zum Beispiel Videoeinbindung oder Silber- & Goldveredelung) an.

Ich habe für das von mir erstellte Dänemark Fotobuch im Format "CEWE FOTOBUCH Groß auf Fotopapier Matt" für 32,95 € und 3 x weitere 4 Seiten à 3,50 € zusammen 43,45 € bezahlt - dabei ist die Ausführung als Hardcover und Lay-flat-Bindung (mit planliegenden Seiten) sowie der Druck auf mattem Fotopapier enthalten.

Ich habe mich bewusst entschieden, ein paar fertige Seiten des Buches als Screenshot zu speichern und hier zu zeigen, die allermeisten Bilder sind aber eingefangene Familienmomente und -erlebnisse, diese bleiben natürlich meiner Familie vorbehalten und werden deshalb hier nicht verewigt. 

Trotzdem freue ich mich schon sehr auf das Fotobuch und bin aufgeregt, es endlich in den Händen zu halten. Für die Mädels habe ich einen Mini-Abklatsch dieses Buches erstellt - sie erhalten die kleinste Variante des "CEWE FOTOBUCH Mini Softcover Matt" für 7,95 Euro - das Heft kann dann wirklich geliebt werden und gern & viel in den Händen gehalten werden. Für das Heft habe ich fast ausschließlich die Familienbilder genutzt, dafür habe ich das CEWE Programm zweimal geöffnet, alle Elemente des großen Fotobuches markiert und dann jeweils Seite für Seite in das kleine Heftchen (2.Fenster am PC) kopiert und eingefügt. Hier mussten dann nur noch kleine Änderungen vorgenommen werden, da die Formate sich ein wenig unterschieden. Wenn die Bücher da sind, werde ich nochmal ein Bild von Ihnen einstellen. 




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Sonntag, 25. Juli 2021

Sommer im Garten

Eigentlich wollte ich schon längst über unser DIY-Projekt "Austritt mit Treppe" berichten, nur leider sind wir immer noch mittendrin. Der alte, morsche Holzbalkon ist abgerissen und entsorgt, die Skizze für ein Podest mit Treppe in den Garten steht, die Konstruktion und der Belag sind gekauft und behandelt und sogar die Fundamente sind vorbereitet. Es fehlt momentan einfach an der Zeit zum endgültigen Montieren....

Deshalb gibt's heute einfach mal wieder ein paar Impressionen aus dem Garten.


Ich sitze gerade total gern im Adirondack am Rand der Terrasse unter der Zierkirsche. Dabei beobachte ich die Kids beim Spielen im Sand oder Baden im Pool und kann gleichzeitig im Schatten die Füße hoch legen. Und als ich vor ein paar Monaten leider keine passenden Übertöpfe für die kleinen roten Weidenkätzchen gefunden habe, wurden kurzerhand die großen Curver-Körbe zweckentfremdet. Die Erde bleibt auch beim Gießen drin, da ich innen im Topf eine Folie ausgelegt habe - so läuft das Wasser nur unten ab.


Als wir 2018 die circa 30 Jahre alte und 50 Meter lange, verholzte und nicht mehr zu rettende Thujen-Hecke entfernt haben, da wussten wir schon, dass wir in einem Teilbereich gern wieder eine Hecke haben wollen. Wir waren uns ziemlich schnell sicher, dass es eine Buchenart sein soll. Bewusst gewählt haben wir nicht die typische grüne Hainbuche oder die hierzulande übliche Rotbuche, sondern die dunkelrot durchgefärbte Blutbuche. Die Pflanzen bilden einen tollen Kontrast zum grünen Rasen. Unsere Rasenkante haben wir aus alten unbehandelten Pfosten gelegt - diese waren zum Entsorgen viel zu schade und dürfen im Boden auch gern altern und verrotten.


Ein Mitbringsel aus dem Holland Urlaub vor 2 Jahren war die schöne Hortensie "Flamingo - Black Steel" - wie der Name schon sagt - sie hat tolle rosa Blüten und schwarze Stiele. Neben dem aufrecht wachsenden Pfeifengras "Moorhexe" wirkt sie super elegant. Die Blütenköpfe kann ich in diesem Jahr gar nicht zählen - der schattige Platz unter dem Riesen-China-Schilf tut ihr wirklich gut. Auch unseren selbst gelegten Weg aus alten, umgedrehten Waschbetonplatten und Flusskies mag ich auch nach vielen Jahren noch super gern. Ich hatte damals einen extra Beitrag geschrieben - ihr könnt die Entstehung und ein Vorher-Bild gern HIER nochmal nachlesen.


Das kleine quadratische Gartenhäuschen war vor 8 Jahren so mit das erste, was wir im neuen Zuhause angeschafft und noch ohne Garten-Plan aufgebaut haben - mittlerweile könnte es auch mal wieder einen Anstrich vertragen. Ich habe mich nur noch nicht entschieden, ob ich die rote Farbe wieder nehme oder einfach mal etwas Neues ausprobiere. Aber was nur? Schwarz passt nicht zu unserem Gartenstil, Grau wirkt langweilig und für eine andere krasse Farbe wie Gelb oder Blau fehlt mir der Mut.




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Sonntag, 27. Juni 2021

Ordnung im Gewürzschrank - einheitliche Gläser zum Wiederverwenden

Seit einiger Zeit bereits versuchen wir nützliche Dinge im Haushalt auch in "schöne Dinge" zu verwandeln. Das geht los bei einem zeitlosen Mülltrennsystem in schwarz, weiter über einen praktischen Haushaltsrollen-Ständer - bei dem sich die Rollen eben nicht von allein abrollen - und zieht sich ebenso über hübsche Geschirrtücher & Abwaschlappen (bin begeistert vom Hamburger Unternehmen #kissmykitchen) bis zum kompletten Make-Over unserer Waschküche hin. Viele Dinge werden täglich genutzt und sollen vor allem funktional sein - warum dann nicht auch auf ein hübsches Design und Nachhaltigkeit achten?


Daher gab es nun ein Update für unsere Gewürze, die allesamt ziemlich unterschiedlich aufbewahrt waren. Ich habe mir ein 24er Set aus eckigen Gläsern mit Metallschraubdeckeln bestellt; ein Trichter und verschiedene Streuaufsätze waren ebenfalls dabei. Immerhin kann ich nun Nachfüllpackungen kaufen um Verpackung zu sparen und die Streugläser selbst bei Bedarf im Geschirrspüler reinigen und wiederverwenden. Durch die eckige Form ist ebenfalls genug Platz im Apotheker-Schrank. Gleichzeitig kann man gut erkennen, wieviel noch vorrätig ist. Der Inhalt eines Glases beträgt 120 ml. 


Bei vielen Gewürzen hat mich immer gestört, dass der Inhalt nicht auf dem Deckel abgedruckt ist. Bei uns stehen die Gewürze im Apothekerschrank in Brusthöhe und wir schauen zum Lesen von oben auf die Gewürze. Also macht auch eine Beschriftung von oben Sinn. Für die neuen Gläser habe ich mir rundes Etikettenpapier mit 30 mm Durchmesser bei ebay bestellt und zum Versiegeln (die Deckel werden beim Kochen bestimmt auch mal mit fettigen Händen angefasst) noch transparente Klebepunkte mit einem Durchmesser von 35 mm in matter Ausführung. Beides habe ich für insgesamt 5 Euro gekauft.


Falls noch nicht bekannt: In Word kann man ziemlich einfach jeden x-beliebigen Etikettenbogen als Vorlage eingeben. In meiner Version findet man die Funktion unter "Sendungen" und "Erstellen von Etiketten", dann muss man mit dem Lineal noch ein paar Maße vom Papierbogen nehmen und Abstand, Breite etc. in der Vorlage eingeben. Schon sieht man den kompletten Etikettenbogen und kann dann die Beschriftung nach eigenem Geschmack (Schriftart und -größe) vornehmen. Ich habe den Text mittig ausgerichtet und mich für Schriftgröße 24 und die Schriftart "Moonflower Bold" entschieden.


Das Umfüllen und die Anbringung war letztlich ganz einfach und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Durch die eckige Form der Gläser passen die Gewürze platzsparend in unseren Apothekerschrank. Der Inhalt lässt sich von oben gut ablesen und durch das transparente Glas kann man schnell erkennen, wenn sich ein Gewürz dem Ende neigt. Das ganze Wirrwarr der unterschiedlichen Gewürzdosen und Gewürztütchen hat endlich ein Ende - wirklich eine super Sache!





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Montag, 17. Mai 2021

Esstisch DIY: MakeOver eines ebay-Kleinanzeigen-Fundes

Im heutigen Beitrag möchte ich gern von meinem MakeOver eines ebay-Kleinanzeigen-Fundes berichten. Nachdem wir im vergangenen Monat unseren rechteckigen Esstisch mit 8 Sitzgelegenheiten in das Wohnzimmer integriert haben, wollten wir für den Küchenbereich einen deutlich kleineren, runden Esstisch nutzen.

Ich konnte leider online im gewünschten Maß - der Durchmesser von 110 cm stand fest - und ausgestattet mit einem kippsicheren Säulenfuß keinen passenden Tisch finden. Da ich mangels Besichtigung in bekannten Möbelhäusern (geschlossen durch Corona) keine weitere Option hatte, erweiterte ich meine Suche auf das Portal ebay Kleinanzeigen. Es ist wirklich immer wieder erstaunlich, was man dort sehen und finden kann. ;-)

Schnell fanden wir einen massiven Holztisch in Hamburg, den wir für wirklich kleines Geld unter unsere Fittiche nahmen. Dass wir den Farbton in "Eiche-rustikal" natürlich nicht behalten wollten, stand schon vor dem Kauf fest. Meine anfänglichen Bedenken hinsichtlich der Standfestigkeit eines Säulentisches mit einem Kleinkind im Haus haben sich schnell in Luft aufgelöst - das Teil ist mega schwer und stabil!


Da wir derzeit auch keinem Baumarkt in Hamburg einen Besuch abstatten konnten, habe ich mich "influencen" lassen und mir Farbkarten von der Marke "Anna von Mangoldt" senden lassen. Ich bestellte eine grau-grün-bläuliche Auswahl; eigentlich nur aus Spaß und zum besseren Vergleich dazu noch rosafarbene Töne. Ihr könnt es euch sicher denken - mein Mann und ich haben uns völlig verrückt für einen schweinchen-rosa-farbenen Lack entschieden. Wie immer mega spontan und ohne lange zu zögern haben wir eine Lackdose im Farbton "Pempelfort" und dazu passenden Sperrgrund in grau auf der Webseite www.annavonmangoldt.com [Werbung, selbst bezahlt] bestellt.

Nachdem der Lack dann geliefert wurde, ging es auch schon los. Ich habe mich dazu entschieden, die Tischplatte zuletzt zu streichen - also einmal den Tisch auf den Kopf gestellt - der untere Teil war somit auch viel leichter bearbeitbar und ich musste mich nicht so verrenken. Den Tisch habe ich vor dem Streichen einmal wirklich grob geschliffen. Tatsächlich nicht ABgeschliffen, sondern mit einem Schleifpapier nur ANgeschliffen. 

Wenn ihr mit dem Anschleifen fertig seid, dann prüft bitte unbedingt, ob ihr noch kleine Schadstellen auf eurem zu lackierenden Möbelstück ausbessern wollt. Ich habe leider die Kratzer und Rillen auf der Tisch-Oberfläche erst NACH dem ersten Anstrich mit dem rosafarbenen Lack wahrgenommen und mich dann kurzerhand entschieden, die tiefen Rillen (vermutlich Gebrauchsspuren) doch noch zu füllen. Also wundert euch nicht, warum hier jetzt ein Foto des Tisches mit einem bereits rosafarbenen Lack folgt. Da ich vorher nicht genau hingesehen habe und ausbessern wollte, musste ich nun noch zwei zusätzliche Lackschichten auf den eigentlich fast fertigen Tisch auftragen.

Nachdem mögliche Schadstellen ausgebessert, getrocknet und geschliffen sind, sollte der Sperrgrund aufgetragen werden. Ich habe diesen zur Farbe dazu bestellt, da er dafür sorgt, dass die ggfs. vorhandenen Altanstriche mit Ölen / Lacken etc. im Laufe der Zeit nicht durch die neue Farbe durchdringen. Da der Tisch ursprünglich nicht aus meinem Besitz stammt, weiß ich natürlich auch nicht, wie er vorher behandelt war. Ich konnte aber beim Umdrehen des Tisches kleine Laufnasen erkennen und ging auf jeden Fall davon aus, dass er mal geölt / imprägniert wurde. 

Der Sperrgrund ließ sich wirklich einfach verwenden, ich habe die schlecht zu erreichenden Stellen (untere Auflage der Tischplatte) mit dem Pinsel gestrichen und die großen Flächen mit der Lackrolle. Hier hat schon ein einfacher Anstrich genügt. 

Nachdem dann auch der graue Sperrgrund gut durchgetrocknet war, konnte ich mit dem Streichen in der eigentlich ausgewählten Farbe "Pempelfort" beginnen. Ich hatte mit Lack bisher keine guten Erfahrungen, aber ich bin froh, hier etwas mehr Geld investiert zu haben - die Verarbeitung und Qualität hat mir gleich gefallen. Ich war überrascht, dass ich auch beim Öffnen der Farbdose rein gar nichts roch. Ich habe schließlich direkt in unserer Küche gestrichen und mir schon im Vorfeld überlegt, wie ich mit dem typischen Lackgeruch umgehe. Aber der kam einfach gar nicht erst zum Vorschein. 😊


Natürlich habe ich auch hier die bekannten Heimwerker-Tricks verwendet - dabei einfach die Streichwanne mit 2 Lagen Alufolie auskleiden und die Farbdose mit Klebeband wie oben dargestellt abkleben. Beim Auskippen bleibt die Dose sauber und die Farbwanne durch die Alufolie ebenso. Das erspart wirklich Unmengen an Reinigungszeit! Achja, und zwischen den Trocknungsphasen wurden Farbrolle und Pinsel natürlich ordentlich in einer Ziplock-Tüte zwischengelagert. So trocknete nichts ein und ich musste zwischendurch nichts auswaschen. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich den Lack in der Ausführung "Satinlack" bestellt habe. Er hat somit ein leicht mattes Finish und ist eben nicht so hochglänzend, wie man das sonst von einem Lack kennt.

Weil ich es so passend zu dem rosa Tisch fand und sich die Farbe so toll verarbeiten ließ, habe ich unseren uralten Drehteller von Ikea gleich auch noch lackiert. Hier habe ich ohne Sperrgrund gearbeitet, einfach angeschliffen und mit 2 rosa Farbschichten gearbeitet. Das passt perfekt zusammen! 



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Sonntag, 4. April 2021

❀❀❀ Rezept für leckere Figuren aus Quark-Öl-Teig ❀❀❀

Für das Osterfest kann ich noch einen ganz einfachen und super leckeren Quark-Öl-Teig empfehlen. Ein schnell gemachter Teig, der von der Konsistenz her an einen Hefeteig erinnert, ausgerollt und ausgestochen wird. Vor allem mit Kindern dürfen die Ausstechförmchen, die zu Weihnachten ja bekanntlich Hochsaison feiern erneut aus der Kiste geholt werden - Ostereier, Schmetterlinge, Hasen & Lämmer sind das Gegenstück zu Tannenbaum, Engel, Stern und Rentier. 

Neben den Zutaten wird noch ein Rührgerät, ein Nudelholz und beliebige Ausstech-Förmchen benötigt - die Lebensmittel solltet ihr wie folgt bereithalten: 

Bevor ihr mit der Zubereitung des Teiges beginnt, solltet ihr den Speisequark (nach belieben auch Magerquark) "ausquetschen" - dafür wird die Masse in ein sauberes Geschirrtuch gegeben, gedreht und gedrückt. Dadurch fließt die Flüssigkeit ab und der Quark gibt dem Teig festen Halt.

Nun gebt ihr Zucker, Quark, Eier, Öl, Milch, Vanillezucker und Backpulver in eine große Rühr-Schüssel und vermengt die Zutaten mit dem Handrührgerät.

Im Teig sollten anschließend keine Klümpchen mehr zu sehen sein, sondern eine glatte & homogene Masse. Nun wird das Mehl hinzu gegeben und nach & nach ebenso mit dem Rührgerät vermengt. Jetzt ähnelt die Konsistenz einem ganz gewöhnlichen Hefeteig, die Masse muss sich später ausrollen lassen - bei Bedarf gebt ihr noch etwas Mehl dazu. Der Teig sollte nicht zu klebrig sein, eher trocken und fest. Lasst den Teig nun eine halbe Stunde ruhen.

Ihr benötigt gleich flüssige Butter - diese kann in der Zwischenzeit auf dem Herd schon langsam erwärmt werden; außerdem dürfen Nudelholz, Ausstechförmchen und erneut Mehl zum Bestäuben nicht fehlen. Aus der beschriebenen Menge ergeben sich ca. 15 bis 20 Quarkfiguren. Es kommt ganz darauf an, wie groß eure Formen zum Ausstechen sind. Ein oder zwei mit Backpapier belegte Bleche können auch schon vorbereitet werden.


Wenn der Teig geruht hat, wird er mit dem Nudelholz ausgerollt. Wichtig ist, dass der Teig nicht so dünn wie Plätzchenteig ausgerollt wird - 1 bis 2 cm soll er schon hoch sein. Nach dem Ausstechen der Formen müssen diese noch mit flüssiger Butter bestrichen werden, dies geschieht am besten direkt vor dem Backen. Mit einem Backpinsel lässt sich die Butter gut verteilen. Anschließend werden die Figuren im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Umluft für ca. 10 Minuten gebacken - sie dürfen dabei auf keinen Fall braun werden!


Wenn die Figuren dann abgekühlt sind, werden sie erneut mit flüssiger Butter bestrichen und sofort im Zucker gewälzt. Hm.... Lecker! 
Kleiner Tipp: Auf keinen Fall (wie bei Keksen üblich) in einer luftdichten Dose verstauen; ich wollte die Schmetterlinge so lagern und dabei hat sich über Nacht der Zucker aufgelöst und die Figuren wurden trocken. Am besten schmecken sie wirklich ganz frisch zubereitet!





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Sonntag, 21. März 2021

Teil 2 ××× Punch Needle ××× Kissenbezug DIY ××× Wolle & Stoff ××× Fortsetzung

Fast einen ganzen Monat später habe ich nun endlich meinen Kissenbezug beendet - in Summe stecken vermutlich so um die 10 Stunden Arbeit darin. Ob ich es nochmal machen würde? Auf jeden Fall - bisher hatte ich kein Hobby oder eine Bastelei, die man bequem "einfach so" beiseite legen und beliebig oft wieder aufnehmen kann. Das klappt tatsächlich gut bei der Arbeit mit der Stanznadel. Ich würde sagen, dass es mir trotz anfänglicher Skepsis gut von der Hand ging und vor allem Spaß gebracht hat.

Die meiste Arbeit macht das Versetzen der Stickringe, punchen kann man ja immer nur dort, wo der Stoff gut gespannt ist - also innerhalb des Rings. Im Laufe der Zeit war ich ganz oft froh, dass ich mir auf der Innenseite (Rückseite) des Stoffs das Muster aufgezeichnet habe - einmal bin ich sogar durcheinander gekommen und habe auf der falschen Seite des Strichs gepuncht. Zum Glück ist das recht harmlos, ich habe die Wolle einfach wieder rausgezogen und später mit der richtigen Farbe weiter gemacht.

Absolut empfehlen kann ich allerdings die festen Hoops aus Plastik. Nachdem ich anfangs nur mit den günstigen Bambus-Stickrahmen gearbeitet habe, habe ich im Buch von sogenannten "No-slip-Hoops" gelesen; also Stickrahmen, die den Stoff richtig fest greifen können. Die Bambusrahmen pressen sich nur gegeneinander, die Plastikrahmen haben eine richtige "Nut-Feder-Verbindung" und zusätzliche Plastikknubbel zum Festhalten des Stoffs. Den 5er Pack Bambus-Reifen habe ich bei Amazon für ca. 10 Euro gekauft, die 3 Plastik-Stickrahmen in unterschiedlichen Größen bei ebay für jeweils etwa 4 Euro.

Die Bambus-Rahmen kann man nutzen, wenn das Werkstück anschließend mit Wolle umrandet wird; die Rahmen kann man also nicht wiederverwenden. Es wird dabei entweder eine ganz andere Wollfarbe für den Kontrast - oder eben die Wolle des gepunchten Objektes verwendet und ringmäßig um den Rahmen vernäht. Das habe ich bei einem meiner ersten Testpunches so gemacht:

Für den von mir bestickten H&M Kissenbezug habe ich die Ringgrößen - je nach Bedarf - variiert. Da zum Schluss viele Stellen schon bestickt waren, wurden die Ringe immer kleiner. Wichtig dabei ist, dass der Stoff immer schön fest gespannt ist um gerade Schlaufen zu punchen. Zum Schluss kann man die Innenseite noch mit Textilkleber versiegeln - dies beugt dem versehentlichen Lösen der Schlaufen vor. Und auf der sichtbaren Seite sollten nun die Schlaufen noch ordentlich geordnet und sortiert werden. Ihr könnt den Unterschied ganz gut auf dem folgenden Foto erkennen: Im rosa Halbkreis sind die schwarzen Schlingen sortiert, sie erscheinen wie eine durchgängige, saubere Linie - rechts davon im hellgrünen Kreis sind sie unsortiert. Grundsätzlich würde ich sogar behaupten, dass dieses Projekt auch für Anfänger geeignet ist. Den ersten Teil zum DIY Kissenbezug findet ihr übrigens HIER nochmal verlinkt.



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