Sonntag, 27. Juni 2021

Ordnung im Gewürzschrank - einheitliche Gläser zum Wiederverwenden

Seit einiger Zeit bereits versuchen wir nützliche Dinge im Haushalt auch in "schöne Dinge" zu verwandeln. Das geht los bei einem zeitlosen Mülltrennsystem in schwarz, weiter über einen praktischen Haushaltsrollen-Ständer - bei dem sich die Rollen eben nicht von allein abrollen - und zieht sich ebenso über hübsche Geschirrtücher & Abwaschlappen (bin begeistert vom Hamburger Unternehmen #kissmykitchen) bis zum kompletten Make-Over unserer Waschküche hin. Viele Dinge werden täglich genutzt und sollen vor allem funktional sein - warum dann nicht auch auf ein hübsches Design und Nachhaltigkeit achten?


Daher gab es nun ein Update für unsere Gewürze, die allesamt ziemlich unterschiedlich aufbewahrt waren. Ich habe mir ein 24er Set aus eckigen Gläsern mit Metallschraubdeckeln bestellt; ein Trichter und verschiedene Streuaufsätze waren ebenfalls dabei. Immerhin kann ich nun Nachfüllpackungen kaufen um Verpackung zu sparen und die Streugläser selbst bei Bedarf im Geschirrspüler reinigen und wiederverwenden. Durch die eckige Form ist ebenfalls genug Platz im Apotheker-Schrank. Gleichzeitig kann man gut erkennen, wieviel noch vorrätig ist. Der Inhalt eines Glases beträgt 120 ml. 


Bei vielen Gewürzen hat mich immer gestört, dass der Inhalt nicht auf dem Deckel abgedruckt ist. Bei uns stehen die Gewürze im Apothekerschrank in Brusthöhe und wir schauen zum Lesen von oben auf die Gewürze. Also macht auch eine Beschriftung von oben Sinn. Für die neuen Gläser habe ich mir rundes Etikettenpapier mit 30 mm Durchmesser bei ebay bestellt und zum Versiegeln (die Deckel werden beim Kochen bestimmt auch mal mit fettigen Händen angefasst) noch transparente Klebepunkte mit einem Durchmesser von 35 mm in matter Ausführung. Beides habe ich für insgesamt 5 Euro gekauft.


Falls noch nicht bekannt: In Word kann man ziemlich einfach jeden x-beliebigen Etikettenbogen als Vorlage eingeben. In meiner Version findet man die Funktion unter "Sendungen" und "Erstellen von Etiketten", dann muss man mit dem Lineal noch ein paar Maße vom Papierbogen nehmen und Abstand, Breite etc. in der Vorlage eingeben. Schon sieht man den kompletten Etikettenbogen und kann dann die Beschriftung nach eigenem Geschmack (Schriftart und -größe) vornehmen. Ich habe den Text mittig ausgerichtet und mich für Schriftgröße 24 und die Schriftart "Moonflower Bold" entschieden.


Das Umfüllen und die Anbringung war letztlich ganz einfach und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Durch die eckige Form der Gläser passen die Gewürze platzsparend in unseren Apothekerschrank. Der Inhalt lässt sich von oben gut ablesen und durch das transparente Glas kann man schnell erkennen, wenn sich ein Gewürz dem Ende neigt. Das ganze Wirrwarr der unterschiedlichen Gewürzdosen und Gewürztütchen hat endlich ein Ende - wirklich eine super Sache!





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Aufgrund der erschreckenden Entwicklung in den sozialen Medien - was das Schreiben von Texten, Teilen von Bildern und / oder eine etwaige Markennennung in beschriebenen Projekten betrifft, weise ich darauf hin, dass es sich bei dem dargestellten Bericht um meine persönlichen Empfehlungen und Erfahrungen handelt - jegliche Produkte wurden selbstverständlich von mir / uns selbst bezahlt! Weiterhin erhalte ich keinerlei Vergünstigungen o.Ä. für die beschriebenen und / oder benannten Artikel. Leider muss ich dennoch meine Blogbeiträge offiziell als [Werbung] deklarieren.

Montag, 17. Mai 2021

Esstisch DIY: MakeOver eines ebay-Kleinanzeigen-Fundes

Im heutigen Beitrag möchte ich gern von meinem MakeOver eines ebay-Kleinanzeigen-Fundes berichten. Nachdem wir im vergangenen Monat unseren rechteckigen Esstisch mit 8 Sitzgelegenheiten in das Wohnzimmer integriert haben, wollten wir für den Küchenbereich einen deutlich kleineren, runden Esstisch nutzen.

Ich konnte leider online im gewünschten Maß - der Durchmesser von 110 cm stand fest - und ausgestattet mit einem kippsicheren Säulenfuß keinen passenden Tisch finden. Da ich mangels Besichtigung in bekannten Möbelhäusern (geschlossen durch Corona) keine weitere Option hatte, erweiterte ich meine Suche auf das Portal ebay Kleinanzeigen. Es ist wirklich immer wieder erstaunlich, was man dort sehen und finden kann. ;-)

Schnell fanden wir einen massiven Holztisch in Hamburg, den wir für wirklich kleines Geld unter unsere Fittiche nahmen. Dass wir den Farbton in "Eiche-rustikal" natürlich nicht behalten wollten, stand schon vor dem Kauf fest. Meine anfänglichen Bedenken hinsichtlich der Standfestigkeit eines Säulentisches mit einem Kleinkind im Haus haben sich schnell in Luft aufgelöst - das Teil ist mega schwer und stabil!


Da wir derzeit auch keinem Baumarkt in Hamburg einen Besuch abstatten konnten, habe ich mich "influencen" lassen und mir Farbkarten von der Marke "Anna von Mangoldt" senden lassen. Ich bestellte eine grau-grün-bläuliche Auswahl; eigentlich nur aus Spaß und zum besseren Vergleich dazu noch rosafarbene Töne. Ihr könnt es euch sicher denken - mein Mann und ich haben uns völlig verrückt für einen schweinchen-rosa-farbenen Lack entschieden. Wie immer mega spontan und ohne lange zu zögern haben wir eine Lackdose im Farbton "Pempelfort" und dazu passenden Sperrgrund in grau auf der Webseite www.annavonmangoldt.com [Werbung, selbst bezahlt] bestellt.

Nachdem der Lack dann geliefert wurde, ging es auch schon los. Ich habe mich dazu entschieden, die Tischplatte zuletzt zu streichen - also einmal den Tisch auf den Kopf gestellt - der untere Teil war somit auch viel leichter bearbeitbar und ich musste mich nicht so verrenken. Den Tisch habe ich vor dem Streichen einmal wirklich grob geschliffen. Tatsächlich nicht ABgeschliffen, sondern mit einem Schleifpapier nur ANgeschliffen. 

Wenn ihr mit dem Anschleifen fertig seid, dann prüft bitte unbedingt, ob ihr noch kleine Schadstellen auf eurem zu lackierenden Möbelstück ausbessern wollt. Ich habe leider die Kratzer und Rillen auf der Tisch-Oberfläche erst NACH dem ersten Anstrich mit dem rosafarbenen Lack wahrgenommen und mich dann kurzerhand entschieden, die tiefen Rillen (vermutlich Gebrauchsspuren) doch noch zu füllen. Also wundert euch nicht, warum hier jetzt ein Foto des Tisches mit einem bereits rosafarbenen Lack folgt. Da ich vorher nicht genau hingesehen habe und ausbessern wollte, musste ich nun noch zwei zusätzliche Lackschichten auf den eigentlich fast fertigen Tisch auftragen.

Nachdem mögliche Schadstellen ausgebessert, getrocknet und geschliffen sind, sollte der Sperrgrund aufgetragen werden. Ich habe diesen zur Farbe dazu bestellt, da er dafür sorgt, dass die ggfs. vorhandenen Altanstriche mit Ölen / Lacken etc. im Laufe der Zeit nicht durch die neue Farbe durchdringen. Da der Tisch ursprünglich nicht aus meinem Besitz stammt, weiß ich natürlich auch nicht, wie er vorher behandelt war. Ich konnte aber beim Umdrehen des Tisches kleine Laufnasen erkennen und ging auf jeden Fall davon aus, dass er mal geölt / imprägniert wurde. 

Der Sperrgrund ließ sich wirklich einfach verwenden, ich habe die schlecht zu erreichenden Stellen (untere Auflage der Tischplatte) mit dem Pinsel gestrichen und die großen Flächen mit der Lackrolle. Hier hat schon ein einfacher Anstrich genügt. 

Nachdem dann auch der graue Sperrgrund gut durchgetrocknet war, konnte ich mit dem Streichen in der eigentlich ausgewählten Farbe "Pempelfort" beginnen. Ich hatte mit Lack bisher keine guten Erfahrungen, aber ich bin froh, hier etwas mehr Geld investiert zu haben - die Verarbeitung und Qualität hat mir gleich gefallen. Ich war überrascht, dass ich auch beim Öffnen der Farbdose rein gar nichts roch. Ich habe schließlich direkt in unserer Küche gestrichen und mir schon im Vorfeld überlegt, wie ich mit dem typischen Lackgeruch umgehe. Aber der kam einfach gar nicht erst zum Vorschein. 😊


Natürlich habe ich auch hier die bekannten Heimwerker-Tricks verwendet - dabei einfach die Streichwanne mit 2 Lagen Alufolie auskleiden und die Farbdose mit Klebeband wie oben dargestellt abkleben. Beim Auskippen bleibt die Dose sauber und die Farbwanne durch die Alufolie ebenso. Das erspart wirklich Unmengen an Reinigungszeit! Achja, und zwischen den Trocknungsphasen wurden Farbrolle und Pinsel natürlich ordentlich in einer Ziplock-Tüte zwischengelagert. So trocknete nichts ein und ich musste zwischendurch nichts auswaschen. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich den Lack in der Ausführung "Satinlack" bestellt habe. Er hat somit ein leicht mattes Finish und ist eben nicht so hochglänzend, wie man das sonst von einem Lack kennt.

Weil ich es so passend zu dem rosa Tisch fand und sich die Farbe so toll verarbeiten ließ, habe ich unseren uralten Drehteller von Ikea gleich auch noch lackiert. Hier habe ich ohne Sperrgrund gearbeitet, einfach angeschliffen und mit 2 rosa Farbschichten gearbeitet. Das passt perfekt zusammen! 



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Sonntag, 4. April 2021

❀❀❀ Rezept für leckere Figuren aus Quark-Öl-Teig ❀❀❀

Für das Osterfest kann ich noch einen ganz einfachen und super leckeren Quark-Öl-Teig empfehlen. Ein schnell gemachter Teig, der von der Konsistenz her an einen Hefeteig erinnert, ausgerollt und ausgestochen wird. Vor allem mit Kindern dürfen die Ausstechförmchen, die zu Weihnachten ja bekanntlich Hochsaison feiern erneut aus der Kiste geholt werden - Ostereier, Schmetterlinge, Hasen & Lämmer sind das Gegenstück zu Tannenbaum, Engel, Stern und Rentier. 

Neben den Zutaten wird noch ein Rührgerät, ein Nudelholz und beliebige Ausstech-Förmchen benötigt - die Lebensmittel solltet ihr wie folgt bereithalten: 

Bevor ihr mit der Zubereitung des Teiges beginnt, solltet ihr den Speisequark (nach belieben auch Magerquark) "ausquetschen" - dafür wird die Masse in ein sauberes Geschirrtuch gegeben, gedreht und gedrückt. Dadurch fließt die Flüssigkeit ab und der Quark gibt dem Teig festen Halt.

Nun gebt ihr Zucker, Quark, Eier, Öl, Milch, Vanillezucker und Backpulver in eine große Rühr-Schüssel und vermengt die Zutaten mit dem Handrührgerät.

Im Teig sollten anschließend keine Klümpchen mehr zu sehen sein, sondern eine glatte & homogene Masse. Nun wird das Mehl hinzu gegeben und nach & nach ebenso mit dem Rührgerät vermengt. Jetzt ähnelt die Konsistenz einem ganz gewöhnlichen Hefeteig, die Masse muss sich später ausrollen lassen - bei Bedarf gebt ihr noch etwas Mehl dazu. Der Teig sollte nicht zu klebrig sein, eher trocken und fest. Lasst den Teig nun eine halbe Stunde ruhen.

Ihr benötigt gleich flüssige Butter - diese kann in der Zwischenzeit auf dem Herd schon langsam erwärmt werden; außerdem dürfen Nudelholz, Ausstechförmchen und erneut Mehl zum Bestäuben nicht fehlen. Aus der beschriebenen Menge ergeben sich ca. 15 bis 20 Quarkfiguren. Es kommt ganz darauf an, wie groß eure Formen zum Ausstechen sind. Ein oder zwei mit Backpapier belegte Bleche können auch schon vorbereitet werden.


Wenn der Teig geruht hat, wird er mit dem Nudelholz ausgerollt. Wichtig ist, dass der Teig nicht so dünn wie Plätzchenteig ausgerollt wird - 1 bis 2 cm soll er schon hoch sein. Nach dem Ausstechen der Formen müssen diese noch mit flüssiger Butter bestrichen werden, dies geschieht am besten direkt vor dem Backen. Mit einem Backpinsel lässt sich die Butter gut verteilen. Anschließend werden die Figuren im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Umluft für ca. 10 Minuten gebacken - sie dürfen dabei auf keinen Fall braun werden!


Wenn die Figuren dann abgekühlt sind, werden sie erneut mit flüssiger Butter bestrichen und sofort im Zucker gewälzt. Hm.... Lecker! 
Kleiner Tipp: Auf keinen Fall (wie bei Keksen üblich) in einer luftdichten Dose verstauen; ich wollte die Schmetterlinge so lagern und dabei hat sich über Nacht der Zucker aufgelöst und die Figuren wurden trocken. Am besten schmecken sie wirklich ganz frisch zubereitet!





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Sonntag, 21. März 2021

Teil 2 ××× Punch Needle ××× Kissenbezug DIY ××× Wolle & Stoff ××× Fortsetzung

Fast einen ganzen Monat später habe ich nun endlich meinen Kissenbezug beendet - in Summe stecken vermutlich so um die 10 Stunden Arbeit darin. Ob ich es nochmal machen würde? Auf jeden Fall - bisher hatte ich kein Hobby oder eine Bastelei, die man bequem "einfach so" beiseite legen und beliebig oft wieder aufnehmen kann. Das klappt tatsächlich gut bei der Arbeit mit der Stanznadel. Ich würde sagen, dass es mir trotz anfänglicher Skepsis gut von der Hand ging und vor allem Spaß gebracht hat.

Die meiste Arbeit macht das Versetzen der Stickringe, punchen kann man ja immer nur dort, wo der Stoff gut gespannt ist - also innerhalb des Rings. Im Laufe der Zeit war ich ganz oft froh, dass ich mir auf der Innenseite (Rückseite) des Stoffs das Muster aufgezeichnet habe - einmal bin ich sogar durcheinander gekommen und habe auf der falschen Seite des Strichs gepuncht. Zum Glück ist das recht harmlos, ich habe die Wolle einfach wieder rausgezogen und später mit der richtigen Farbe weiter gemacht.

Absolut empfehlen kann ich allerdings die festen Hoops aus Plastik. Nachdem ich anfangs nur mit den günstigen Bambus-Stickrahmen gearbeitet habe, habe ich im Buch von sogenannten "No-slip-Hoops" gelesen; also Stickrahmen, die den Stoff richtig fest greifen können. Die Bambusrahmen pressen sich nur gegeneinander, die Plastikrahmen haben eine richtige "Nut-Feder-Verbindung" und zusätzliche Plastikknubbel zum Festhalten des Stoffs. Den 5er Pack Bambus-Reifen habe ich bei Amazon für ca. 10 Euro gekauft, die 3 Plastik-Stickrahmen in unterschiedlichen Größen bei ebay für jeweils etwa 4 Euro.

Die Bambus-Rahmen kann man nutzen, wenn das Werkstück anschließend mit Wolle umrandet wird; die Rahmen kann man also nicht wiederverwenden. Es wird dabei entweder eine ganz andere Wollfarbe für den Kontrast - oder eben die Wolle des gepunchten Objektes verwendet und ringmäßig um den Rahmen vernäht. Das habe ich bei einem meiner ersten Testpunches so gemacht:

Für den von mir bestickten H&M Kissenbezug habe ich die Ringgrößen - je nach Bedarf - variiert. Da zum Schluss viele Stellen schon bestickt waren, wurden die Ringe immer kleiner. Wichtig dabei ist, dass der Stoff immer schön fest gespannt ist um gerade Schlaufen zu punchen. Zum Schluss kann man die Innenseite noch mit Textilkleber versiegeln - dies beugt dem versehentlichen Lösen der Schlaufen vor. Und auf der sichtbaren Seite sollten nun die Schlaufen noch ordentlich geordnet und sortiert werden. Ihr könnt den Unterschied ganz gut auf dem folgenden Foto erkennen: Im rosa Halbkreis sind die schwarzen Schlingen sortiert, sie erscheinen wie eine durchgängige, saubere Linie - rechts davon im hellgrünen Kreis sind sie unsortiert. Grundsätzlich würde ich sogar behaupten, dass dieses Projekt auch für Anfänger geeignet ist. Den ersten Teil zum DIY Kissenbezug findet ihr übrigens HIER nochmal verlinkt.



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Mittwoch, 24. Februar 2021

Teil 1 ××× Punch Needle ××× Kissenbezug DIY ××× Wolle & Stoff ××× Projekt Handarbeit

Schon mal was von "Punch Needle" oder "Needle Punch" gehört?
Bis vor 2 Monaten waren mir diese Begriffe völlig unbekannt - ich habe unserer großen Tochter zu Weihnachten ein DIY-Set mit einem Flamingo-Motiv zum Basteln & als Beschäftigung geschenkt. Ich fand den Stickrahmen hübsch und das Motiv mit den langen Woll-Beinen ebenso, im Set war alles dabei und es hörte sich sehr einfach an. Erst beim Versuch, den Flamingo herzustellen, stellten wir fest, dass es doch recht schwer ist für eine 6-jährige. Es war ein ziemlicher Kraftakt, den Stoff zu spannen, die Nadel mit der dicken Wolle durch den Stoff zu stechen und gleichzeitig darauf zu achten, dass die Schlingen gleichmäßig werden und sich nicht wieder herausziehen. Nun ja - wie kann es anders sein, Mutti macht natürlich den Flamingo fertig. ;-)


Da ich das Stanzen mit der Nadel und die "stupide" Arbeit irgendwie entspannend fand, habe ich mich mit dem Handarbeitsthema beschäftigt und mir eine kleine Auswahl an Stickrahmen bestellt. Der passende Stoff (Mönchsstoff, "monk´s cloth", grobes Leinen oder Jute) sollte möglichst fest und großmaschig sein - damit die Nadel leicht durchgeht und die Wolle dennoch hängen bleibt. Wolle kann man recht günstig über ebay für 1 Euro das Knäul erwerben und ansonsten auch alle Reste verwenden, die man noch zu Hause hat. Dann fehlte mir noch eine etwas kleinere Stanznadel, denn die Nadel aus dem Set war recht grob. Hier habe ich mir über Amazon eine verstellbare Stanznadel (oder eben "Punch Needle") zugelegt - die Dicke kann variiert werden und die eingestellte Länge durch das Schraubrad sowieso. 


Nachdem ich erste kleinere Projekte zum Üben erstellt habe, wollte ich mal was "Richtiges" punchen. Ich habe mich für einen Kissenbezug entschieden - nicht allzu groß um zu verzweifeln (bin ja bekanntlich kein geduldiger Mensch), aber auch nicht mehr so klein wie ein Stickring. Natürlich wollte ich sofort loslegen, bin dann aber nach einiger Überlegung auf die Idee gekommen, mir einen fertigen Kissenbezug zu organisieren. Punchen, Vernähen und dann noch einen Reißverschluss verarbeiten - sorry, so versiert bin ich dann doch nicht. Durch Zufall habe ich bei H&M online einen 40 x 40 cm großen Kissenbezug entdeckt, der für gerade mal 4 Euro preislich wirklich nicht zu toppen ist.


Während ich auf die Lieferung des Kissenbezuges wartete, habe ich mir ein Muster ausgedacht. Nachdem ich schon Regenbögen und Tierköpfe gepuncht habe, sollte es dieses mal etwas abstrakter sein. Natürlich findet man auch bei pinterest.de viele Vorschläge, aber ich wollte kreativ sein. Mit der App "Canva", die ich ab und an nutze, konnte ich mit ein paar Formen und Farben grafisch experimentieren und habe mir mein eigenes Muster erstellt. 


Da die Wolle mit den geknüpften Schlingen ja nicht so akkurat wie zum Beispiel beim Sticken erkennbar ist, habe ich das Motiv einfach frei Hand seitenverkehrt auf die Innenseite des Kissenbezugs aufgemalt. Die Farben der verschiedenen Elemente habe ich nochmal auf dem Bezug markiert, damit ich später im Eifer des Gefechts nicht falsch punche. Ich benutze ganz normale Wolle und werde einfach mal loslegen... ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis und ob es überhaupt so funktioniert, wie ich mir das vorstelle.   🅛🅔🅣🅢🅟🅤🅝🅒🅗



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Freitag, 1. Januar 2021

Kalender für 2021 | Format A4 | Hamburg | freebie

Auch wenn bei uns immer noch ein arbeitsreicher Alltag im Vordergrund steht, habe ich nun auch für 2021 wieder einen schlichten Kalender im A4 Format gestaltet. Ihr findet hier Fotos aus Hamburg, die ich mir gern ansehe und die mich das ganze nächste Jahr 2021 begleiten dürfen. Aufgenommen habe ich sie bereits vor ein paar Monaten - in Farbe könnt ihr sie unter dem Beitrag vom August 2020 erneut ansehen. 


Für die Kalendergestaltung wirken die Bilder aber auch super in schwarz-weiß -  nach dem Druck werden sie ganz einfach mit einer Metallklammer auf einer dünnen Sperrholzplatte befestigt. Eigentlich wollte ich hier noch über meine neueste Errungenschaft berichten, ich habe mir einen Probepack "Fine Art Papier" in der Ausführung "Natural Matt" gegönnt und wollte stolz über die Unterschiede zu meinen bisherigen Druckergebnissen auf meinem alten Epson-Drucker berichten. Was soll ich euch sagen? Der Drucker zieht das Papier gar nicht erst ein - es ist mit 200 g/m² einfach zu dick.


Das Papier sieht wirklich toll aus und fühlt sich auch hochwertig an. Das nutzt nur leider nichts, wenn ich es nicht verwenden kann. Nach etlichen Versuchen, Nachschieben, Festhalten, Drücken usw. hat der Drucker schon komische Geräusche gemacht und ich habe aufgegeben. Das Papier erinnert mich von der Haptik her ein wenig an Aquarell-Zeichenpapier. Also zurück auf Anfang und wieder mit meinem 120 g/m² hochweißem Papier gedruckt. Mir gefällt's... 


Den Kalender im PDF Format könnt ihr euch gern HIER downloaden. 

Und so sehen übrigens alle Kalenderblätter für 2021 auf einen Blick aus:




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Dienstag, 17. November 2020

Ikea LUSTIGT Hack #ähtännschenplease | Wichtel willkommen

Eigentlich habe ich das kleine Holz-Regal für das Zimmer der Lütten bei Ikea gekauft, als ich es dann am Wochenende aufbauen wollte, kam mir direkt die Idee zur weihnachtlichen Abwandlung. Upsi...


Ich find es mega gelungen - außerdem für den Aufwand & Preis total individuell! 
Was müsst ihr für die hübsche Tanne tun? Zunächst in den Besitz eines Ikea LUSTIGT Regals aus der Kinderabteilung für 6.99 Euro kommen. Nach dem Auspacken nehmt ihr euch Stift & Lineal und anschließend Säge, Schleifpapier, eine Schraubzwinge (oder einen menschlichen Festhalter ;-) ) sowie einen Akkuschrauber oder Schraubendreher dazu und legt los!


Auf diesem Foto könnt ihr gut erkennen, dass grundsätzlich alle Regal-Bretter gleich lang und bereits auf einer schmalen Seite in gleichmäßigen Abständen vorgebohrt sind. Das könnt ihr euch nun zu Nutze machen und die Bretter "tannenbaummäßig" auf eine Seite verschieben.


Auf beiden Bildern kann man die simple Idee gut erkennen: Das Ausrichten und Verschieben geht easy von der Hand. Einfach immer eine Bohrung weiterrücken - dabei gibt das unterste, mittig ausgerichtete Brett den Loch-Abstand vor. Nehmt dann das senkrechte Brett (quasi den Stamm) wieder weg und markiert die Mitte gern mit dem Bleistift - das hilft, um später die Orientierung beim Sägen zu behalten. Noch liegen die Bretter ja versetzt wie ein Parallelogramm, aber das wird sich nun ändern.


Selbstverständlich könnt ihr mit einer Stichsäge die Leisten zurecht sägen, aber bei diesen dünnen Brettern reicht auch ein kleiner Fuchsschwanz oder eine Laubsäge. Achtet einfach darauf, dass ihr euer zu kürzendes Brett gut mit einer Schraubzwinge sichert. Das erleichtert vor allem das Sägen von Hand ungemein - damit es keine unschönen Abdrücke der Metall-Zwinge gibt, lege ich immer ein altes Reststück zwischen Metallzwinge und Holz.


Da ihr das Holz sowieso schon eingespannt habt, könnt ihr auch direkt nach dem Sägen die Schnittstelle entgraten und anschleifen. Hier würde es natürlich auch wieder von Hand mit Schleifpapier funktionieren oder eben maschinell. Da ich mittlerweile ziemlich faul geworden bin, überlasse ich diese Arbeit gern der Maschine. Wir haben einen kleinen Deltaschleifer; ein kleines Multifunktionswerkzeug, mit dem man Schleifen, Trennen und noch vieles mehr erledigen kann. Damit bin ich zwei oder dreimal über die Sägekante gefahren und das Holz war wieder schön glatt. Anschließend wird die Tanne mit den bereits mitgelieferten Schrauben verbunden - und dann kann schon nach Herzenslust dekoriert werden. Bei mir wurde es ein Farbton in schwarz-weiß-natur. 


Aber Achtung! Ich habe mich letztlich über die Abstände erschrocken - zwischen den Brettern ist maximal 6 cm Platz für eure Deko. Da muss man schon mal kreativ werden, denn nicht mal kleine Teelichtgläser (mit batteriebetriebenen Kerzen, versteht sich!)  passen "dazwischen". Kleine Zapfen oder Zweige eignen sich ebenso wie selbstgebastelte Papierhäuser für die Elektro-Teelichte. Einen kleinen Kranz aus Mini-Holzperlen kann ich mir auch noch gut vorstellen. Die kleinen Leitern von Ikea habe ich ebenso dran gelassen - als Idee für den Weihnachtswichtel oder den Elfen, der kleinkind- oder haustierbedingt nicht unten auf der Fußleiste sein Türchen haben darf? Das wäre doch auch mal eine coole Idee... vielleicht im nächsten Jahr für mich. 





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