Sonntag, 1. Oktober 2017

♡ Willkommen im goldenen Oktober ♡



Ich bin heute mit der Kamera in der Hand durch unseren Garten gewandert und was soll ich sagen? Herrlich ist´s! Auch wenn ich grundsätzlich ein absolutes Sommerkind bin und die langen, hellen Tage liebe, so muss ich gestehen, dass allein das Farbspiel in der Pflanzenwelt in dieser Vielfalt nur im Herbst anzutreffen ist.



Auf dem oberen Bildern seht ihr unseren einfachen Gartenbambus, der tatsächlich bis auf einen einzigen (!!!) Halm im letzten Winter eingegangen war. Ich habe vermutet, dass er zuviel Wind bekommen hatte und hab ihm eine zweite Chance an einer anderen Stelle im Garten gegeben. Und siehe da - er hat in diesem Jahr voll ausgetrieben und sich offensichtlich gut erholt.
Auf dem Bild darunter seht ihr einen Eukalyptus. Den habe ich im letzten Jahr mit einer Höhe von gerade mal 20 cm in einem kleinen 9 cm Topf im Baumarkt gekauft, weil ich den Geruch und auch die silbernen Blätter so klasse fand. In diesem Sommer ist er ein richtiges Monstrum geworden und mittlerweile 1,20 Meter groß. Nun habe ich schon Angst, dass ich ihn nicht unbeschadet über den Winter bekomme. 😳 Grundsätzlich sind die meisten Eukalyptus-Sorten nicht winterhart.



Das obere Foto zeigt eine Bauernhortensie - diese tollen Pflanzen bewohnen quasi unser ganzes Grundstück - sehr zum Leidwesen meines Mannes. Bisher ist noch kein Jahr vergangen, in dem ich nicht eine neue Hortensien-Pflanze mit nach Hause gebracht und eingepflanzt habe. 😇 
Der sibirische Hartriegel auf dem Bild darunter hat zur Herbstzeit leuchtend rote Stiele. Das kräftige Rot zeigt sich aber nur am einjährigen Trieb - deshalb wird er in jedem Frühjahr bis auf ein paar wenige "alte" Zweige auch radikal zurück geschnitten.



Hier seht ihr nun ein paar Vertreter meines Kräuterbeetes - ganz vorn im Bild und silbrig glänzend zeigt sich das Currykraut, rechts daneben sieht man noch ein paar wenige Zweige vom Orangenthymian und im Hintergrund sieht man die Limonenminze. 
Auf dem Bild darunter steht nun schon im zweiten Jahr eine Mühlenbeckia oder auch Drahtwein genannt. Sie hat den kalten Winter und auch den heißen Sommer problemlos draußen verbracht, dabei dachte ich im Sommer des öfteren, dass sie eingegangen ist. *hüstel* ...hab ich doch manchmal das Gießen der kleinen Hängekörbchen vergessen.



Auch in unserem Garten wächst eine Phlox-Art - hier in der Farbe rosa. Zu dieser Pflanze kann ich gar nicht viel sagen, denn sie stammt von unseren Hausvorbesitzern. Weil sie jedes Jahr zuverlässig hübsch und lange blüht, darf sie ihren Stammplatz behalten. 
Verliebt habe ich mich schon im vorletzten Jahr in das kleine Blutgras "Red Baron". Die Gräser leuchten wahnsinnig intensiv rot und sind hübsche Beetfüller. Ab und an haben sie in unserem Garten auch eine Rolle als Solist. Ich mag das Unkomplizierte - im Frühjahr abschneiden und wachsen lassen. Kein Formschnitt, kein Absknipsen von verwelkten Blütenständen... nö nö!



Wie ihr ahnen könnt, haben wir noch viele weitere Gräser im Garten, so wie das Miscanthus Sinensis Malepartus - mit seinen roten Spitzen ein toller Kontrast zum ansonsten grünen Blattwerk. Meine vielen Pampasgräser kommen jetzt erst aus der Hüfte und zeigen ihre Puschel. Darunter seht ihr ein kleines Lampenputzergras. Diese Gräserart wächst nicht über 60 cm hinaus.
Außerdem bietet unser Garten noch vielen Riesen-China-Schilf-Pflanzen Platz. Wenn der Wind durch die Blätter raschelt, kommt man sich doch gleich wie im Urlaub am Meer vor.




Seid ♡ lich gegrüßt und genießt die letzten Sonnenstrahlen!



Donnerstag, 28. September 2017

Ideen sammeln & entspannen in Holland

Man kann nicht immer nur basteln und werkeln, sondern sollte auch mal abschalten und entspannen. Außerdem trägt ein Kurzurlaub in meinen Augen auch zur Ideenfindung bei. Der Kopf wird frei geblasen und der Blick wieder für neue Dinge geschärft. 


So ging es uns im wunderschönen Monat September - wir sind für ein paar Tage ins 400 km entfernte holländische Lemmer gefahren um uns im gemieteten Ferienhaus zu entspannen und Energie zu tanken. Ein kleines Häuschen am Wasser, welches liebevoll eingerichtet war und uns gleich ein heimisches Gefühl gab, sollte die kommenden Tage unser Zuhause sein.


Auch wenn das Wetter nicht jeden Tag mitspielte und meist windig & eher kühl war, so haben wir dennoch viel gesehen. Spaziergänge am Wasser und Erkundungen der hübschen Stadt Lemmer haben absolut zur Erholung beigetragen. Außerdem haben wir die himmlische Ruhe, Freundlichkeit und die Gelassenheit der Menschen dort genossen.


An einem verregneten Tag sind wir in das nur wenige Kilometer entfernte Örtchen Luttelgeest zu De Orchideeën Hoeve gefahren. Absolut empfehlenswert - wir konnten uns den ganzen Tag drinnen aufhalten und dennoch in eine völlig andere Welt eintauchen. Ein tropisches Paradies mit vielen Pflanzen und Schmetterlingen und Urwald neben Kinderspielplatz. 


Ebenso konnten Traktoren und der Anbau und die Züchtung von verschiedenen Pflanzenarten besichtigt werden. Es war für uns alle ein wundervolles Erlebnis. Selbst an die Kleinsten wurde gedacht - überall waren Fischfutterstationen oder auch kleine Erlebnisinseln  eingebaut. Kinder können sich frei bewegen und die verschiedenen Welten erkunden.


Ein wundervoller Kurzurlaub zum Aufladen der Energiespeicher! 

Gönnt euch auch eine kleine Auszeit!


Mittwoch, 20. September 2017

Clog- & Gartenschuhhalter im Selbstbau für 10 Euro

Am Sonntag habe ich mal wieder eine Blitzidee umgesetzt - aus der Not heraus, da unsere Gartenclogs wild vor der Terrassentür lagen und bei Hamburger Schietwetter so richtig nass geworden sind. Kennt ihr das - ihr wollt raus in den Garten, zieht die Schuhe an und fühlt schon beim Reinfahren in eben diese, dass ihr total nasse Füße habt? *grrr*widerlich*



Ich wollte eine Halterung bauen, bei der eben nicht das ganze Wasser rein laufen kann und bei der die Clogs auch nicht durch Wind von der Terrasse gefegt werden können. Schuhregale oder auch -schränke fand´ ich doof, da diese viel zu geschlossen & gleichzeitig zu massiv gewirkt hätten. Außerdem können die Clogs für meine Begriffe grundsätzlich nass werden - nur bitte nicht von INNEN. 😁 Ich habe eine ähnliche Idee beim letzten Gartencenterbesuch gesehen, da kostete jedoch ein Holzgestell für "nur" 4 Paar Schuhe gleich mal 35 Euro. Neeee, das kannste selbst - gedacht.... gemacht. 😀



Zunächst benötigt man das richtige Material; ich habe eine bereits gehobelte Latte im Querschnitt 24 mm auf 74 mm gewählt bei einer Länge von 2 Metern. Da ich mir schon im Vorfeld die Maße überlegt und beim Sägen auf die beiden unterschiedlichen Längen geachtet habe, blieb nicht mal ein Reststück übrig. Für 3 Paar Schuhe nebeneinander benötigt man eine Breite des Regals von ca. 70 cm. Somit steht das Maß für die ersten beiden Latten fest. Zum Sägen könnt ihr eine Stichsäge nehmen oder auch einen normalen Fuchsschwanz. Da sich das weiche Kiefern/Fichtenholz gut verarbeiten lässt, habe ich zu letzterem gegriffen. Außerdem war Sonntag und ich wollte die lieben Nachbarn nicht ärgern.



Wenn ihr richtig gemessen und gesägt habt, liegen nun 4 Bretter vor euch - 2 davon in ca. 70 cm Länge und die anderen beiden in ca. 30 cm Länge. Beachtet unbedingt, dass die Säge ca. 2 mm pro Schnitt "klaut" - also auf keinen Fall vorher schon alles anzeichnen, sondern immer ein Stück nach dem nächsten Abmessen und Sägen. 
Anschließend sind nun die Besenstiele an der Reihe - hier macht es Sinn, vor dem Sägen eure Schuhlänge von innen zu messen. Steckt dazu einfach mal einen Schuh auf den Besenstiel und messt nach, bei wie viel Zentimetern ihr das Rundholz absägen könnt. Für die hintere Reihe habe ich eine Länge von 35 cm genommen und vorne sind es noch 30 cm. Auf beide Längen passen auch die Schuhe meines Mannes problemlos drauf.



Im oberen Foto seht ihr schon die Grundkonstruktion - in die beiden langen Bretter werden im gleichen Abstand jeweils 6 Besenstielstücke geschraubt und die beiden kleinen Bretter verbinden die Konstruktion. Allerdings dürft ihr das Rechteck noch nicht zusammen schrauben - denn der jeweils erste und letzte Stab wird unsichtbar von unten am langen Brett verschraubt. Im Bild seht ihr schon die aufgezeichneten Bleistift-Kreuze - die äußeren Rundstäbe sitzen genau mittig auf der Konstruktion und somit ergab sich für die 4 weiteren Stäbe einer Reihe ein Abstand von 12,5 cm.




Nachdem nun auch die Besenstiele zugesägt wurden, kann die Anbringung erfolgen. Ich habe die aufgezeichneten Bleistiftmarkierungen mit einem kleinen 3 mm Holzbohrer vorgebohrt und zusätzlich auch mittig in den Besenstiel gebohrt, da ich nicht riskieren wollte, dass das Holz ausreißt. Ich habe relativ dicke Schrauben verwendet, da schließlich jeder Stab nur durch diese eine Schraube seinen Halt findet. Nach dem Vorbohren können die Schrauben bereits in das Brett eingedreht werden - und zwar so tief, dass sie gerade mal 2 Millimeter auf der anderen Seite wieder heraus schauen. So wird sichtbar, wo genau ihr die Rundstäbe anschrauben müsst.




Beim Anschrauben der Rundhölzer muss darauf geachtet werden, dass die Schrauben im Holz verschwinden, es eignen sich daher Senkkopfschrauben am besten. Nun kann man schon das Ergebnis erkennen - auf dem oberen Foto ist bereits eine Brettlänge mit den 35 cm langen Stielen fertig. Wer mag, kann kleine Splitterungen am Holz noch mit einem groben Schleifpapier behandeln. Nachdem die zweite Seite mit den 30 cm langen Rundstäben auch vollendet ist, können die kleinen Verbundbretter angebracht werden. Auch hier habe ich von unten geschraubt - jetzt seht ihr auch, warum die Schrauben bündig ins Holz mussten. Bei den Ecken könnte sonst kein Verbund hergestellt werden - achtet jetzt darauf, dass ihr diagonal zwei Schrauben ins Holz treibt. So wird ein anschließendes Verschieben oder rautenförmiges Verzerren des Schuhgerüsts vermieden und es steht insgesamt stabiler.



Lasst euch von der Schiefe auf den Fotos nicht täuschen - jaaaa, es ist ein wenig krumm geworden. Den möchte ich kennen lernen, der es schafft, ALLE 12 Rundhölzer im 90 Grad Winkel anzuschrauben. 😀 Das macht mir aber nichts - jetzt kommt noch der Anstrich und ich bin mal gespannt, wie es dann aussieht. Die beiden runden Köpfe der hinteren Eckstäbe sind übrigens der jeweils obere Teil der Besenstiele, man kann sie absägen oder - wie in meinem Fall - einfach dran lassen.



Auch wenn der erste Anstrich wenig Erfolg versprechend aussieht, kann ich doch aus der Erfahrung heraus sagen, dass der Zweitanstrich absolut deckend ist. Bisher haben mich meine Favoriten - die Lasuren von Bondex - qualitativ stets überzeugt. Wir haben u.a. unser Gartenhaus mit Bondex Lasur behandelt und es sieht auch im vierten Jahr unverändert gut aus.




So, der zweite Anstrich war heute morgen trocken und ich konnte die Halterung gleich mit Schuhen bestücken und für euch ablichten. Leider spielt das Wetter heute nicht richtig mit - es nieselt und ist ganz schön feucht draußen. Aber was soll´s - dann kann ich heute Abend gleich prüfen, ob die Clogs innen trocken geblieben sind und die Halterung genau das erfüllt, was ich mir vorgestellt habe.


Seid ♡ lich gegrüßt - ich wünsche euch noch ein paar tolle Tage draußen im Garten!


Sonntag, 27. August 2017

DIY: Gästebuch zum 60. Geburtstag

Die Feier meiner Mom zum 60. Geburtstag sollte im engsten Freundes- und Familienkreis statt finden. Einige Wochen zuvor hatte ich mir überlegt, dass es neben den üblichen Familienfotos und Schnappschüssen auch nett wäre, eine kleine selbst gebastelte Erinnerung an dieses wundervolle Beisammensein zu haben. Als Idee schwebte mir eine Art Gästebuch vor - wie man es bisweilen von Hochzeiten kennt.  


Leider bin ich - trotz intensiver Recherche - nicht wirklich fündig geworden. Alle Resultate bezogen sich auf Hochzeiten, denn hier gibt es Gästebücher in Hülle und Fülle. Leider konnte ich mit den Druckvorlagen & Glückwünschen à la „Wie sollen unsere Kinder heißen?" oder auch „Was ist dein Geheimrezept für ewige Liebe?" nichts anfangen. Es passte einfach nicht - zudem waren die meisten blanko Bücher mit Hochzeitsmotiv oder wiederum einer schier endlosen Seitenzahl bestückt. Also hab ich mich an den PC gesetzt und selbst eine passende Vorlage für die Gäste gebastelt. Neben einer guten Idee, einem Locher und Papier braucht es nicht viel mehr.


Ringkarabiner gibt es in diversen Stärken, Durchmessern & Farben.

Das Kraftkartonpapier im Format DIN A 5 habe ich bei ebay für 6,95 Euro bestellt. Aus diesem losen Blattwerk soll später das Gästebuch entstehen. Dabei ist die Anzahl der verwendeten Blätter absolut variabel - ihr braucht später nur die ausgefüllten Seiten eures Gästefragebogens verwenden. Je nach Anzahl der Gäste wird das Buch somit dicker oder dünner, auf jeden Fall habt ihr keine leeren Seiten.

Hier seht ihr nochmal die bereits abgerundeten Ecken des Papiers.

Den Locher auf Format A6 stellen für das Lochen im Querformat.

Besonders schön finde ich die runden Ecken beim Kraftpapier - ihr könnt nach dem Lochen die einzelnen Seiten entweder mit einem passenden Band zusammenbinden oder auch mit Rundkarabinern zusammen halten. Für diese Variante habe ich mich entschieden, weil es sich besser blättern lässt. Außerdem liegen die Seiten plan auf beim Ansehen. Die Idee hierbei ist, dass auf jeder leeren Rückseite ein Polaroid Foto der Gäste aufgeklebt wird. Auf der rechten Seite sieht man also beim Blättern den Fragebogen und links wird das zugehörige Foto aufgeklebt. 

So sieht die von mir gestaltete Vorlage als Datei aus... 

... und so sieht der finale Druck auf dem Kraftkarton aus. 

Für den Gästefragebogen, dessen Inhalt auf die Kartonseiten gedruckt wird, habe ich einige Ideen aus Hochzeitsgästebüchern entlehnt, aber auch eigene Fragen hinzugefügt. Als Format habe ich 13x18 cm gewählt und mit dem Programm PowerPoint zusammen gestellt. Schriftart und -farbe wurden aus der Einladungskarte genutzt. Mit PowerPoint lassen sich nicht nur Präsentationen erstellen, sondern auch relativ schnell Wörter und Grafiken gestalterisch zu Papier bringen - gleichzeitig bietet das Programm einfache Cliparts wie z.B. die Füße, das Fahrrad oder auch das Auto an. 

Das Deckblatt mit dem Blütenmotiv...

... und dem gedruckten Schriftbild.

Nach der Gestaltung der Fragebögen habe ich mich dem Deckblatt gewidmet. Es ist relativ schlicht gehalten und besitzt wiederum das Blumenmotiv aus der Einladungskarte. Da die von mir verwendete Schriftart Aquarelle leider keine Umlaute schreibt, wurde aus dem ursprünglich angedachten „Gästebuch“ nun das Buch der „Erinnerungen“. Ich war überrascht von der guten Qualität des Drucks - achtet beim Kaufen darauf, dass beschrieben ist, für welche Druckerarten (Laser, Inkjet etc.) das Papier geeignet ist. Ich besitze einen ganz einfachen Drucker von Epson, der mal 60 Euro gekostet hat und mich schon mehrere Jahre begleitet. 

Hier wurden die Seiten geringt...

.. und hier sieht man die Dicke des Buches,
wenn alles zusammengefügt wurde.

Wenn alle Blätter einzeln gedruckt und gelocht sind, könnt ihr sie nun miteinander verbinden. Probehalber habe ich dies auch für die hier gezeigten Bilder gemacht. Zur Geburtstagsfeier werde ich die bedruckten Blätter den Gästen aber einzeln übergeben. Ich habe noch Stifte in einem kleinen Teelichthalter von Ikea zusammen vorbereitet.
Sich zu verschreiben ist also für die Gäste kein Thema, es kann vielmehr beliebig erweitert werden. Anschließend werde ich die Seiten dann zusammen mit den Polaroids ringen und an meine liebe Mom zur Erinnerung an ihren wunderschönen 60. Geburtstag überreichen. 




Viel Spaß beim Basteln & Experimentieren mit Papier und Drucker! Ein paar schöne Spät-Sommertage wünsche ich euch.



Montag, 24. Juli 2017

DIY: preiswerter Esstisch aus Baudielen

Nach dem Umbau und der Renovierung unserer Küche und des Esszimmers sind wir lange auf der Suche nach einem Esstisch gewesen und wurden leider weder bei meinem Lieblingsschweden noch bei diversen hochpreisigen Möbelhäusern und Onlineshops fündig.
Ich mag ausgefallene Möbel & kreative Ideen und LIEBE es, auf der Suche nach "meiner" Lösung durch die Baumärkte zu stöbern und Dinge einfach anders als für die ursprüngliche Bestimmung einzusetzen. Außerdem strengt es den Geist an und spart zudem noch den ein oder anderen Euro - für den hier gebauten Esstisch mit den Maßen 80 x 180 cm habe ich weniger als 65 Euro im Baumarkt ausgegeben.


Beim Routine-Einkauf im Hornbach Baumarkt unserer Nähe bin ich zufällig an Metallböcken vorbei gelaufen und war fasziniert von der schönen Farbe - diese Metallböcke verdienen definitiv ein zweites Leben. Ich habe mich für die höhenverstellbare Variante entschieden - mit einer Breite von 80 cm auch perfekt für mein Vorhaben geeignet. Unserem individuellen Esstisch!

Nachdem die beiden Metallböcke in den Einkaufswagen gewandert sind, habe ich mich in die Holzabteilung begeben und siehe da: Baudielen als Tischplatte sind mir sofort ins Auge gefallen. Dieses 4 cm starke Holz aus Fichte / Tanne befindet sich im Rohzustand und kann also beliebig von mir bearbeitet werden. 

Baudiele mit den Maßen 4 cm x 20 cm x 300 cm
Astlöcher und Unregelmäßigkeiten - an der
richtigen Stelle im Holz - sind erwünscht

Aufgrund der Breite von 20 cm habe ich mich für 4 Dielen entschieden, die nebeneinander liegen sollen. Beim Holzzuschnitt habe ich mir die Dielen auf eine Länge von 180 cm zusägen lassen. 2 der übrigen Stücke habe ich mir auf 80 cm Länge - zur Querbefestigung der 4 langen Dielen - zusägen lassen. Das ging superschnell, ließ sich viel leichter transportieren und ersparte mir Zuhause einen ganzen Arbeitsschritt. 



Durch einen Schnappmechanismus kann der Bock
variabel auf die gewünschte Höhe angepasst werden.

Zuhause angekommen wurde erstmal der alte Esstisch aus dem Raum verbannt und die gekauften Böcke aufgebaut - dieses geht leicht von der Hand. Erstaunlicherweise waren die Böcke auch wirklich stabil - sie haben jeweils eine Tragkraft von 175 kg. Das sollte auch für die schwere Tischplatte reichen. 

Anschließend habe ich mir die Dielen auf den Boden gelegt und zunächst ausgerichtet - ich wollte einen Eindruck bekommen, wie die Tischplatte nach der Montage aussieht. Zum Verschrauben dreht ihr die Baudielen einfach um.


Die Dielen zunächst mit der Sichtseite nach oben ausrichten..

..anschließend umdrehen und mit der kurzen Diele verschrauben.

Die kurze Diele legt ihr nach euren Wünschen auf die 4 langen Dielen. Das kann bündig am Ende der Hölzer sein oder auch weiter zur Mitte hin. Zum Verbinden habe ich mit 65 mm langen Schrauben gearbeitet. Pro Diele habe ich zwei Schrauben benutzt - ihr benötigt also 8 pro Seite und somit insgesamt 16 Stück. Wenn alles gut sitzt, könnt ihr die Platte auch schon umdrehen und begutachten. Hierbei war meine bessere Hälfte gern gesehen, denn die Platte wird recht schwer. Zu zweit haben wir sie auf die Böcke gelegt und sind vom Ergebnis beeindruckt. 

Die raue Holzoberfläche und die wunderschöne Holzmaserung lassen sich hier gut erkennen.



Ich werde den Tisch auf jeden Fall noch richtig abschleifen, habe mich aber bewusst gegen das Schleifen der einzelnen Baudielen im Vorfeld entschieden. Die harten Kanten, die nun ein ebenmäßiges Tischplattenbild ergeben, hätte ich wahrscheinlich beim maschinellen Schleifen abgerundet. Das wollte ich vermeiden! Außerdem solltet ihr bedenken, dass die gewählte Holzart unbedingt gegen die üblichen Gebrauchsspuren geschützt werden sollte. Da ich die Reste vom Holzzuschnitt mitgenommen habe, werde ich daran eine passende Lasur testen. Noch bin ich mir nämlich nicht sicher, ob ich farblos, weiß oder in einem eher grauen Farbton lasiere. Vielleicht teste ich auch einen Klarlack aus - ich werde euch auf dem Laufenden halten. 



Ich wünsche euch spannende Baumarktbesuche und kreative Ideen!